Meine Tiere leben ganzjährig in sogenannter Kaltstallhaltung. Es sind zwei massiv gemauerte Anbauten am Haus bzw. an der Garage, dienicht beheizt werden. Durch die massive Bauweise haben es die Tiere im Sommer aber schon kühl und im Winter immer noch kuschelig fürMeerschweinchenverhältnisse. Die Zuchtböcke sind weitest gehend von den Zuchtmädels getrennt. Das gibt mehr Ruhe in den Männer-WGs.Heu und Wasser stehen natürlich unbegrenzt zur Verfügung - täglich frisch. Zweimal täglich füttere ich Frischfutter in gesunderAbwechslung. Dabei achte ich darauf, dass es möglichst den Jahreszeiten angepasst aus deutscher Herstellung stammt. Klappt im Winternicht zu 100%, aber zum größten Teil. Je nach Alter und Einsatz bekommen die Tiere zusätzlich Trockenfutter (Meeri C von Ovator). ImWinter mische ich den Pellets noch leckere Energiespender unter. Eingestreut wird mit Allspan Bioaktiv. Nach langem Ausprobieren undsuchen ist diese Späne mein absoluter Favorit. Gemistet wird natürlich regelmäßig, wer mag schon stinkende Ställe :-)Hier kommt nun der Mädels-Stall. Im August 2011 habe ich die maroden Holzställe erneuert. Da der alte Stall für Innenhaltung konzipiertwar, hat er mir die Kaltstallhaltung sehr übel genommen. Diesmal habe ich mit Stahlregalen gebaut. Ist hygienischer und langlebiger,keineswegs aber kalt, wie viele befürchtet haben.Das Bodengehege hat eine Fläche von 3,20 x 1,70 Meter und ist komplett mit Weidebrücken ausgestattet. Im Winter werden die Flächenzwischen den Weidebrücken und dem Regalunterboden mit Stroh ausgestopft. So gibt es “Aufwärmflächen”, die die Schweinlis gernenutzen. Ich bin immer wieder erstaunt über die Temperaturen, die sich in solchen Nestern im Winter bilden.Die übrigen 3 Ebenen darüber (links) sind auf 2,00 x 0,60 Meter verkürzt worden (vorher 2,60 x 0,60). An der Stirnseite sind 3 Ebenen1,70 x 0,60 Meter, die nun eine Ecke von 0,60 x 0,60 dazu bekommen haben. Diese Ecke bietet Platz für Heuraufe, Wasserflasche,Futternapf, etc.. So bleibt auf der langen Fläche etwas mehr Platz zum Bewegen.Jede Ebene ist mit großen Türschließ-Heuraufen ausgestattet und damit ist klettern in der Heuraufe nicht möglich. Natürlich gibt esWasserflaschen dazu. Der große Vorteil eines Metallregales ist auch, dass sich sämtliche Einrichtungsgegenstände mit Magnetenbeliebig platzieren lassen. Im Gegensatz zum alten Stall hat dieser hier Türen. So ist ungefragte Wanderschaft ausgeschlossen :-)Außerdem kann man in besonders strengen Wintern einen Teil der Türen so aufrüsten, dass dahinter Schutzräume gegen die Kälteentstehen.In diesem Stall herrscht Rotationssystem, d.h. zur Verpaarung bzw. Geburt ziehen die Zucht-Mädels in eine der Ebenen. 10-14 Tagenach der Geburt ziehen Mama und Babys dann in das Bodengehege. Auch die Kastraten kommen immer wieder in den Genuss desBodengeheges, denn 3-4 Kastraten vertragen sich bei der Größe Problemlos. Frühkastraten sind gar kein Problem. Natürlich findet derWechsel nicht so oft statt, damit die Tiere nicht permanent unter Stress stehen. Darüber hinaus reagieren die Tiere bei dem Wechselwirklich sehr gelassen. Sagen Hallo und dann ist gut ;-)Die Bande hat sich schnell eingelebt und finden die Ställe auch toll - zumindest schliesse ich das aus dem Popcornen nach demEinzug. Obwohl mehr Weidenbrücken als Meerschweinchen wollte jeder mal unter jeder Brücke liegen und es war ein lustiges Gewusel.Bemerkenswert ist, dass die Tiere meist in Grüppchen in den Freiräumen hinter den Brücken liegen und selten alleine unter einerBrücke.Die Jungs haben - wieder muss ich sagen - 3 Ebenen 2,60 x 0,60 Meter. Diese Ebenen waren zwischenzeitlich halbiert, stehen aberdurch meine Zuchtverkleinerung wieder in voller Länge zur Verfügung. In jeder Ebene lebt ein Zuchtbock mit einem Frühkastraten odereine Gang mit Kastrat und Frühkastraten. Je nachdem, wieviele Kastraten und Frühkastraten auf neue Gurkenschnippler warten. DieEbenen sind zwischenzeitlich vergittert. Sieht nicht so schön aus, dient aber dem Wohl der Rasselbande.Es gibt noch einen weiteren Stall mit 1,40 x 0,60 für 2 Tiere je Ebene, drei Ebenen hat der Stall. Das Bodengehe ist nun vollflächig 2,60x 2,00 Meter und dort leben Harry und Sally - Zwergkaninchen. Sie sind Geschwister, er ist kastriert. Sie fühlen sich sichtlich wohl. Dochoft habe ich das Gefühl, dass sie viel mehr Zeit verdient hätten, als ich ihnen gebe. Was zählt nun mehr: mehr Platz oder mehr Zeit? Auf jeden Fall sind sie neugierig, aufgeschlossen und kern gesund. Zutraulicher ging auf jeden Fall, aber Krallen schneiden und kämmenlassen sie sich problemlos gefallen.klickauf dasFotofür mehrInfos undVergrößerungHier gibt es noch mehr zu den Ställen und das große Freigehege für den Sommer