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US - Teddys of Honey Schwarz-Weiss Goldagouti-Weiss since 2007

Haltung von Meerschweinchen eine Glaubens-frage?

Ebene 1,40 x 0,70 Die Weidenbrücken nicht ganz an der Wand. Heuraufe und Wasserflasche platzsparend an der Wand angebracht. Futternapf etwas am Rand. Genug Platz sich zu bewegen. Genug Platz, damit die Tiere sich auch mal aus dem Weg gehen können. Eine Eben eingebaut bietet zusätzlichen Raum, ersetzt aber niemals die Rennstrecke. Meerschweinchen sind keine Klettertiere, deshalb ist ein zu kleiner Etagenkäfig auch Tierquälerei. Die Grundfläche muss stimmen, erst dann macht ein Etagenkäfig Sinn. Die einfache Grundfläche aber dient alleine der Berechnung für die Größe der Gruppe. 1,20 x 0,60 auf 3 Etagen taugt trotzdem nur für 2 Schweine  und nicht für 6!
Es werden preisgünstige Käfige im Handel angeboten, aber ab 1,40 m werden die auch kostenintensiver. Wie man auf dem Foto sieht, ist ein Eigenbau (EB) mit Plexiglas an der Front nicht nur schöner anzusehen.  Man hat schneller Kontakt und die Tiere lernen schnell, sich zum Futter erbetteln mit den Pfoten auf die Scheibe zu stellen.
So ein EB passt sich optisch schöner in die Einrichtung und die Tiere lassen sich viel besser beobachten. Es ist unglaublich was sich die Meerlis täglich für neuen Blödsinn einfallen lassen und uns Menschen zum Lachen bringen. Sind Hunde und oder/Katzen im Haus, muss der EB natürlich entsprechend gesichert sein. Für Selbstbauer und Handwerker finden sich zahlreiche Vorlagen und Beispiele im www. Für alle mit zwei linken Händen oder Zeitmangel gibt es Profis:
Am Ende ist so ein Eigenbau die preiswertere Alternative, besonders wenn man selber baut.
Der Standort muss auch wohl bedacht sein. Meerschweinchen ist ein Urinstinkt erhalten, sie haben Angst vor Fressfeinden aus der Luft. Deshalb brauchen sie auch einen Unterstand und  ein erhöhter Standort ist für den EB auch sinnvoll. Sehr große Eigenbauten sind natürlich Bodengehege, da muss man aber bestimmte Dinge bei der Annäherung berücksichtigen, wenn die Schweinchen sich nicht immer gleich verstecken sollen bei der Begegnung. Ein Gehege auf Hüfthöhe ist vorteilhafter, auch zum Sauber machen. Auf keine Fall darf das Gehege in der prallen Sonne stehen, Schweinchen vertragen Hitze nicht. Trotzdem ist Tageslicht lebensnotwendig und das perfekte Gehege hat einen dunkleren Rückzugsbereich und einen hellen Bereich zum Sonne tanken. Die Raumtemperatur sollte ohnhin konstant sein und Zugluft muss dringend verhindert werden. Die Atemwege der Tiere sind empfindlich. Hohe Luftfeuchtigkeit muss auch vermieden werden. Bei Sommerhitze muss den Tieren die Möglichkeit der Abkühlung geboten werden. Temperaturaustausch findet über die Pfoten statt. Eine flache Schale mit kühlem Wasser oder eine gerfrorene PET-Flasche (mit einem Tuch umwickelt!) werden gerne angenommen. Je mehr Trubel um die Schweinchen herum herrscht, desto schneller gewöhnen sie sich an die neue Umgebung und desto zutraulicher werden sie. Deshalb lautet meine Empfehlung immer, die Tiere in einen aktiven Familienraum zu stellen - z.B. das Wohnzimmer. Der Rat gilt doppelt bei kleineren Kindern, denn die Eingewöhnungsphase ist ausschlaggebend für die zukünftige Zutraulichkeit. Stehen die Tiere im Kinderzimmer und werden die Tiere zu Beginn zu oft und/oder falsch kontaktiert, bleiben sie mit hoher Wahrscheinlichkeit scheue Schweinchen und sind nie zu sehen. Der Hauptabgabegrund in den ersten Wochen - die völlig überzogenen Erwartungen der neuen Besitzer werden nicht erfüllt.  Einerseits sollen die Tiere in der Eingewöhnung möglichst viel vom Familientrubel mitbekommen, andererseits wird das raus- und hochnehmen auf ein absolut notwendiges Minimum reduziert. Vertrauen muss wachsen. Meine Tiere haben alle ein Grundvertrauen zum Menschen, Panikschweinchen kenne ich nur als Nottiere, die ich an und ab aufnehme.  Meine Zuchttiere haben wie gesagt dieses Grundvertrauen, das muss sich der neue Gurkenschnippler trotzdem neu erarbeiten. In der Eingewöhnungsphase alles richtig gemacht zu haben bedeutet am Ende, dass die Schweinchen zutraulich sind, aus der Hand fressen und sich eventuell auch gerne kuscheln zu lassen. Meerschweinchen sind keine Kuscheltiere, aber es gibt durchaus Genießer von Kuscheleinheiten unter den Vierbeinern. Gute Temperaturen, keine hohe Luftfeutigkeit, kein Raucherzimmer, nicht direkt am Fenster, nicht direkt an der Heizung, Tageslicht.  Normale Geräusche des Lebens erwünscht. Lüften fällt natürlich nicht aus. Ich hänge meine Ställe mit einer Decke zu für die Dauer des Lüftens. Im Sommer habe ich die Fenster durchaus offen ohne die Ställe separat abzudecken. Durch Seitenwände und Plexiglas vorne zieht es ja im eigentlichen EB nicht. Es muss auch nicht besonders warm sen, Meeris können Kälte super ab. Nur plötzliche und dauernde Temperaturschwankungen muss man vermeiden. Soviel zum Grundstück. Kommen wir zur Einrichtung. Pro Tier mindesten 1 Unterstand (Stand, Weidenbrücke, Haus). Bei Häusern müssen mindestens 2 Ein-/Ausgänge vorhanden sein! Meerschweinchen sind nicht immer nett zueinander. Legt sich ein Tier vor nur 1 Ausgang und sperrt das rangniedrigere Tier ein, dann kann das fatale Folgen haben. Meistens sind die Tiere bei der Anschaffung kleiner und man ist geneigt zu kleine Häuser zu kaufen. So ein ausgewachsenes Meerschweinchen wird im Schnitt bis zu 25 cm lang und legt sich gerne ausgestreckt hin zum Schlafen. Ein Haus mit 20 cm bietet diesen Komfort nicht. Zwei Häuser mit 30 cm nehmen ganz schön viel Platz weg. Jetzt wird auch jedem klar, warum ein 120er Käfig eigentlich zu klein ist? Ich persönlich bin ein Fan von Weidenbrücken. Das soll aber jederfür sich selber entscheiden. Eine Heuraufe, die auch nicht zu klein sein sollte. Heu ist Grundnahrungsmittel Nummer 1. Eine Wasserflasche, die aber nicht groß sein muss. Die meisten gesunden Meerschweinchen trinken kaum, da sie die Flüssigkeit über das Frischfutter beziehen. Wasser muss täglich frisch angeboten werden, deshalb wäre eine große Flasche mit 300 ml Verschwendung. 100 ml reichen locker bei 2 Tieren.  Ein Futternapf kann, muss aber nicht. Es ist eher unserem menschlichen Gepflogenheiten geschuldet, dass alles klein geschnippelt auf Porzellan serviert wird. Das Futter von Späne zu reinigen oder gar das Trockenfutter in der Späne zu suchen und zu erarbeiten hat ganz viel mit Beschäftigung zu tun. Nicht umsonst gibt es Futterbäume, Leckerlikugeln u.ä.. Wobei ich ganz klar gegen allerlei Blödsinn bin, der als Spielzeug im Handel angeboten wird. Meerschweinchen brauchen kein Spielzeug (!) und Plastik hat erst Recht nichts in einem Käfig zu suchen. Meerschweincen sind auch keine kleinen Püppchen, die rosa Plüsch im Käfig brauchen. Übrigens ist Nagen an Holz nicht selten eine Reaktion auf Langeweile und Platzmangel. Den Eigenbau mal anders einrichten schafft schon Abwechslung für die Tiere, die viel Spaß macht. Zurück zum Thema: Futternäpfe sind also durchaus erlaubt. Mehr zum Thema Ernährung auf der entsprechenden Seit hier bei mir. Einstreu muss mindestens einmal die Woche erneuert werden, je nachdem wie groß der EB ist und wieviel Tiere dort wohnen. Zwischendurch kann man die Pipiecken rausnehmen. Im Gegensatz zu Kaninchen sind Meerschweinchen geruchslos. Während ein frisch gemisteter Kaninchenstall nach dem ersten Urinabsatz sofort wieder riecht, bleiben Meerschweinchen geruchslos. Erst eine größere Ansammlung von Urin und dem damit verbundenen Ammoniak führt zu Stallgeruch. Meerschweinchen kontrollieren ihre Verdauung nicht, d.h. sie machen dort am meisten wo sie am meisten liegen. Vorzugsweise ist das unter dem Unterstand oder in einem Heunest. Nur wenige Meerschweinchen sind „stubenrein“ und machen immer in die gleiche Ecke.  Die meisten Tiere haben aber bevorzugte Liegeflächen und das sind automatisch die meist verwendeten Plätze für Urin und Köddel. Absolutes no go sind zu lange Intervalle beim Misten, weil das Ammoniak die Atemwege der Tiere massiv angreift. Es macht also keinen Sinn auf die Unlust des Kindes mit „ich miste auch nicht“ zu reagieren, denn darunter leiden die Tiere und niemand sonst. Es gibt zahlreiche Angebote zu Späne, die mehr oder weniger staubt. Weniger Staub macht im Innenbereich nunmal mehr Spaß. Nicht geeignet ist Stroh, weil es nicht genug aufsaugt und unter dem Stroh ekliger Matsch entsteht. Übrigens ist Stroh ein Wärmepolster und deshalb im Sommer als Einstreu über der Späne absolut ungeeignet. Mal zwei Handvoll Stroh zum streunern, stöbern und spielen für die Meerschweinchen - da freut sich das kleine Meerschweinchenherz.  Haltung auf Tüchern ist möglich, ob man das nun gut findet oder nicht soll jeder selber entscheiden. Von Kunststoffen aller Art ist aber dringend abzuraten. Wer Platz hat, der sollte Großgebinde im Landhandel kaufen. Das ist am Ende viel preiswerter.
Der Film zeigt, was so eine Portion Stroh für Freude bei Groß und Klein auslösen kann. Alles popcornt ;-)
Soweit das Wichtigste zum Thema Haltung im groben Überblick. Hier noch ein paar „heiße“ Tipps für die Inneneinrichtung.
Nicht nur Häuser für Meerschweinchen aus der JVA
Jürgen macht beste Handarbeit und auch Sonderanfertigungen zum fairen Preis
© of-honey.de - Kopie und Verbreitung nur mit ausdrücklicher Genehmigung
Es gibt viele Fragen, die man vor der Anschaffung eines Tieres beantworten muss. Auch wenn dieses Haustier “nur” ein Meerschweinchen ist. Wer dieses “nur” als richtig ansieht, der sollte sich besser ein Plüschtier anschaffen.  Natürlich sind diese kleinen Wackelpopos im Vergleich zu manch anderer Tierart pflegeleicht, aber sie haben auch ganz klar zu befriedigende Bedürfnisse. Siehe dazu auch meine Seite „Anschaffung“.  Immer wieder gerne diskutiert ist der Platz, den zwei dieser wunderbaren Wesen tatsächlich benötigen. Ein Käfig von 80 cm  oder 1 m Länge - wie früher als Standard benutzt - ist aus meiner Sicht ein absolutes no go. Der von selbsternannten Tierschützern geforderte Mindestbedarf von  1 m² pro Tier ist wiederum ein Extrem der anderen Seite. Keine Frage - je mehr Platz desto besser.   Aber wie so oft liegt die Wahrheit wahrscheinlich in der Mitte und würde es diese selbsternannten Tierschützer nicht geben, dann würden die Tiere heute wahrscheinlich noch in 80 cm - Käfigen hocken. Ich persönlich habe sogenannte “Notkäfige” im Einsatz, wenn ein Tier unter besonderer Beobachtung steht. Dies sind handelsübliche Käfige mit dem Maßen 1,20 x 0,60 cm und dort wohnen maximal 2 Tiere. Eingerichtet wird dieser Käfig mit zwei XXL-Weidenbrücken, die nebeneinander stehen und nicht an die Wand anschliessen. Hinter den Weidebrücken bleibt genug Platz zum Gitter, damit die Tiere ausweichen können oder rumpesen können, wenn sie ihre 5 Minuten haben. Heuraufe, Wasserflasche und Futternapf sind so angeordnet, dass eine möglichst große Freifläche entsteht.Diese Käfiggröße sehe ich als das Mindestmaß an, wenn die Tiere täglich die Möglichkeit haben, für mehrere Stunden einen Auslauf zu nutzen.  Dabei sollte man aber wiisen, dass selbst die tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V. dies als Mindestmaße ansieht. Der deutsche Tierschutzbund setzt 1,50 x 0,75 cm als Mindestmaß an.  Eine zweite Ebene über ca. 50% des Käfigs bietet den Tieren noch etwas mehr Fläche im Käfig. Ich nutze diese Käfige nicht umsonst als “Notkäfige”, denn für eine Dauerhaltung ohne Auslauf finde ich sie persönlich zu klein. Meine Ebenen im Kaltstall sind 2,0 x 0,60 m und dort leben je 1 Bock mit 1 oder 2 Frühkastraten oder eine kleine Gruppe aus 1 Kastrat und max. 3 Mädels. In Innenhaltung habe ich meine Ebenen mit 1,40 x 0,70 für je 1 Pärchen. Ansonsten tummelt sich der Rest in einer großen Gruppe im Bodengehge mit 3,20 x 2,10 m.  Die Faustregel von ca. 0,5 m² pro Tier hat meiner Meinung nach durchaus ihre Berechtigung. Wobei 0,40-0,45 m² pro Tier völlig akzeptabel sind. Je größer das Gehege an sich ist, desto kleiner darf auch die Fläche pro Schwein sein (Mindestmaße je Seite 1m, aber 0,3 m² pro Tier nicht unterschreiten). Warum? Weil meine Schweine keinen Jägerzaun mitbringen und sich 0,5 m² abzäunen, sondern die kompletten 6,72 m² für sich nutzen. Egal ob 10 oder 20 Tiere dort leben, sie nutzen ständig und immer die gleichen Ecken und liegen dicht beieinander. Andere Flächen nutzen sie ausschließluch als Laufflächen und nicht zum Liegen. Was ich aber als lebensnotwendig erachte sind die lange Strecke zum Flitzen. Alle meine Tiere - auch die ganz alten - haben mindestens einmal am Tag ihre 5 Minuten und rennen und popcornen wie von der Tarantel gestochen durch das Gehege. Dafür braucht es die langen Wege, damit sie sich richtig austoben können. Deshalb bin ich auch ein Fan der Weidenbrücken, denn die bremsen die Meeris nicht aus. Da meine Brücken nie an der Wand stehen, können die Tiere volles Tempo durchrennen und müssen erst an der Stallwand bremsen.  Fazit: ein Käfig von 1,20 x 0,60 cm sollte das Mindestmaß sein und die Tiere sollen zusätzlich einen Auslauf haben, wenn Du Dich der Mindestmaße bedienst. Das gilt für die Innenhaltung. Außenhaltung unterliegt wieder ganz anderer Kriterien. Auch die Haltung von zwei Böcken (oder mehr) unterliegt anderen Maßstäben. Man kann Meerlies auch ganzjährig im Garten halten oder in sog. Kaltstallhaltung - in ungeheizten Anbauten mit Tageslicht und Frischluft. Meerschweinchen sind keine Kellerkinder.  Auch für diese Haltungsart berate ich gerne ausführlich in einem persönlichen Gespräch.
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Haltung von Meerschweinchen eine Glaubens-frage?

Es gibt viele Fragen, die man vor der Anschaffung eines Tieres beantworten muss. Auch wenn dieses Haustier “nur” ein Meerschweinchen ist. Wer dieses “nur” als richtig ansieht, der sollte sich besser ein Plüschtier anschaffen.  Natürlich sind diese kleinen Wackelpopos im Vergleich zu manch anderer Tierart pflegeleicht, aber sie haben auch ganz klar zu befriedigende Bedürfnisse. Siehe dazu auch meine Seite „Anschaffung“.  Immer wieder gerne diskutiert ist der Platz, den zwei dieser wunderbaren Wesen tatsächlich benötigen. Ein Käfig von 80 cm  oder 1 m Länge - wie früher als Standard benutzt - ist aus meiner Sicht ein absolutes no go. Der von selbsternannten Tierschützern geforderte Mindestbedarf von  1 m² pro Tier ist wiederum ein Extrem der anderen Seite. Keine Frage - je mehr Platz desto besser.   Aber wie so oft liegt die Wahrheit wahrscheinlich in der Mitte und würde es diese selbsternannten Tierschützer nicht geben, dann würden die Tiere heute wahrscheinlich noch in 80 cm - Käfigen hocken. Ich persönlich habe sogenannte “Notkäfige” im Einsatz, wenn ein Tier unter besonderer Beobachtung steht. Dies sind handelsübliche Käfige mit dem Maßen 1,20 x 0,60 cm und dort wohnen maximal 2 Tiere. Eingerichtet wird dieser Käfig mit zwei XXL-Weidenbrücken, die nebeneinander stehen und nicht an die Wand anschliessen. Hinter den Weidebrücken bleibt genug Platz zum Gitter, damit die Tiere ausweichen können oder rumpesen können, wenn sie ihre 5 Minuten haben. Heuraufe, Wasserflasche und Futternapf sind so angeordnet, dass eine möglichst große Freifläche entsteht.Diese Käfiggröße sehe ich als das Mindestmaß an, wenn die Tiere täglich die Möglichkeit haben, für mehrere Stunden einen Auslauf zu nutzen.  Dabei sollte man aber wiisen, dass selbst die tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V. dies als Mindestmaße ansieht. Der deutsche Tierschutzbund setzt 1,50 x 0,75 cm als Mindestmaß an.  Eine zweite Ebene über ca. 50% des Käfigs bietet den Tieren noch etwas mehr Fläche im Käfig. Ich nutze diese Käfige nicht umsonst als “Notkäfige”, denn für eine Dauerhaltung ohne Auslauf finde ich sie persönlich zu klein. Meine Ebenen im Kaltstall sind 2,0 x 0,60 m und dort leben je 1 Bock mit 1 oder 2 Frühkastraten oder eine kleine Gruppe aus 1 Kastrat und max. 3 Mädels. In Innenhaltung habe ich meine Ebenen mit 1,40 x 0,70 für je 1 Pärchen. Ansonsten tummelt sich der Rest in einer großen Gruppe im Bodengehge mit 3,20 x 2,10 m.  Die Faustregel von ca. 0,5 m² pro Tier hat meiner Meinung nach durchaus ihre Berechtigung. Wobei 0,40-0,45 m² pro Tier völlig akzeptabel sind. Je größer das Gehege an sich ist, desto kleiner darf auch die Fläche pro Schwein sein (Mindestmaße je Seite 1m, aber 0,3 m² pro Tier nicht unterschreiten). Warum? Weil meine Schweine keinen Jägerzaun mitbringen und sich 0,5 m² abzäunen, sondern die kompletten 6,72 m² für sich nutzen. Egal ob 10 oder 20 Tiere dort leben, sie nutzen ständig und immer die gleichen Ecken und liegen dicht beieinander. Andere Flächen nutzen sie ausschließluch als Laufflächen und nicht zum Liegen. Was ich aber als lebensnotwendig erachte sind die lange Strecke zum Flitzen. Alle meine Tiere - auch die ganz alten - haben mindestens einmal am Tag ihre 5 Minuten und rennen und popcornen wie von der Tarantel gestochen durch das Gehege. Dafür braucht es die langen Wege, damit sie sich richtig austoben können. Deshalb bin ich auch ein Fan der Weidenbrücken, denn die bremsen die Meeris nicht aus. Da meine Brücken nie an der Wand stehen, können die Tiere volles Tempo durchrennen und müssen erst an der Stallwand bremsen.  Fazit: ein Käfig von 1,20 x 0,60 cm sollte das Mindestmaß sein und die Tiere sollen zusätzlich einen Auslauf haben, wenn Du Dich der Mindestmaße bedienst. Das gilt für die Innenhaltung. Außenhaltung unterliegt wieder ganz anderer Kriterien. Auch die Haltung von zwei Böcken (oder mehr) unterliegt anderen Maßstäben. Man kann Meerlies auch ganzjährig im Garten halten oder in sog. Kaltstallhaltung - in ungeheizten Anbauten mit Tageslicht und Frischluft. Meerschweinchen sind keine Kellerkinder.  Auch für diese Haltungsart berate ich gerne ausführlich in einem persönlichen Gespräch.
Ebene 1,40 x 0,70 Die Weidenbrücken nicht ganz an der Wand. Heuraufe und Wasserflasche platzsparend an der Wand angebracht. Futternapf etwas am Rand. Genug Platz sich zu bewegen. Genug Platz, damit die Tiere sich auch mal aus dem Weg gehen können. Eine Eben eingebaut bietet zusätzlichen Raum, ersetzt aber niemals die Rennstrecke. Meerschweinchen sind keine Klettertiere, deshalb ist ein zu kleiner Etagenkäfig auch Tierquälerei. Die Grundfläche muss stimmen, erst dann macht ein Etagenkäfig Sinn. Die einfache Grundfläche aber dient alleine der Berechnung für die Größe der Gruppe. 1,20 x 0,60 auf 3 Etagen taugt trotzdem nur für 2 Schweine  und nicht für 6!
Es werden preisgünstige Käfige im Handel angeboten, aber ab 1,40 m werden die auch kostenintensiver. Wie man auf dem Foto sieht, ist ein Eigenbau (EB) mit Plexiglas an der Front nicht nur schöner anzusehen.  Man hat schneller Kontakt und die Tiere lernen schnell, sich zum Futter erbetteln mit den Pfoten auf die Scheibe zu stellen.
So ein EB passt sich optisch schöner in die Einrichtung und die Tiere lassen sich viel besser beobachten. Es ist unglaublich was sich die Meerlis täglich für neuen Blödsinn einfallen lassen und uns Menschen zum Lachen bringen. Sind Hunde und oder/Katzen im Haus, muss der EB natürlich entsprechend gesichert sein. Für Selbstbauer und Handwerker finden sich zahlreiche Vorlagen und Beispiele im www. Für alle mit zwei linken Händen oder Zeitmangel gibt es Profis:
Am Ende ist so ein Eigenbau die preiswertere Alternative, besonders wenn man selber baut.
Der Standort muss auch wohl bedacht sein. Meerschweinchen ist ein Urinstinkt erhalten, sie haben Angst vor Fressfeinden aus der Luft. Deshalb brauchen sie auch einen Unterstand und  ein erhöhter Standort ist für den EB auch sinnvoll. Sehr große Eigenbauten sind natürlich Bodengehege, da muss man aber bestimmte Dinge bei der Annäherung berücksichtigen, wenn die Schweinchen sich nicht immer gleich verstecken sollen bei der Begegnung. Ein Gehege auf Hüfthöhe ist vorteilhafter, auch zum Sauber machen. Auf keine Fall darf das Gehege in der prallen Sonne stehen, Schweinchen vertragen Hitze nicht. Trotzdem ist Tageslicht lebensnotwendig und das perfekte Gehege hat einen dunkleren Rückzugsbereich und einen hellen Bereich zum Sonne tanken. Die Raumtemperatur sollte ohnhin konstant sein und Zugluft muss dringend verhindert werden. Die Atemwege der Tiere sind empfindlich. Hohe Luftfeuchtigkeit muss auch vermieden werden. Bei Sommerhitze muss den Tieren die Möglichkeit der Abkühlung geboten werden. Temperaturaustausch findet über die Pfoten statt. Eine flache Schale mit kühlem Wasser oder eine gerfrorene PET-Flasche (mit einem Tuch umwickelt!) werden gerne angenommen. Je mehr Trubel um die Schweinchen herum herrscht, desto schneller gewöhnen sie sich an die neue Umgebung und desto zutraulicher werden sie. Deshalb lautet meine Empfehlung immer, die Tiere in einen aktiven Familienraum zu stellen - z.B. das Wohnzimmer. Der Rat gilt doppelt bei kleineren Kindern, denn die Eingewöhnungsphase ist ausschlaggebend für die zukünftige Zutraulichkeit. Stehen die Tiere im Kinderzimmer und werden die Tiere zu Beginn zu oft und/oder falsch kontaktiert, bleiben sie mit hoher Wahrscheinlichkeit scheue Schweinchen und sind nie zu sehen. Der Hauptabgabegrund in den ersten Wochen - die völlig überzogenen Erwartungen der neuen Besitzer werden nicht erfüllt.  Einerseits sollen die Tiere in der Eingewöhnung möglichst viel vom Familientrubel mitbekommen, andererseits wird das raus- und hochnehmen auf ein absolut notwendiges Minimum reduziert. Vertrauen muss wachsen. Meine Tiere haben alle ein Grundvertrauen zum Menschen, Panikschweinchen kenne ich nur als Nottiere, die ich an und ab aufnehme.  Meine Zuchttiere haben wie gesagt dieses Grundvertrauen, das muss sich der neue Gurkenschnippler trotzdem neu erarbeiten. In der Eingewöhnungsphase alles richtig gemacht zu haben bedeutet am Ende, dass die Schweinchen zutraulich sind, aus der Hand fressen und sich eventuell auch gerne kuscheln zu lassen. Meerschweinchen sind keine Kuscheltiere, aber es gibt durchaus Genießer von Kuscheleinheiten unter den Vierbeinern. Gute Temperaturen, keine hohe Luftfeutigkeit, kein Raucherzimmer, nicht direkt am Fenster, nicht direkt an der Heizung, Tageslicht.  Normale Geräusche des Lebens erwünscht. Lüften fällt natürlich nicht aus. Ich hänge meine Ställe mit einer Decke zu für die Dauer des Lüftens. Im Sommer habe ich die Fenster durchaus offen ohne die Ställe separat abzudecken. Durch Seitenwände und Plexiglas vorne zieht es ja im eigentlichen EB nicht. Es muss auch nicht besonders warm sen, Meeris können Kälte super ab. Nur plötzliche und dauernde Temperaturschwankungen muss man vermeiden. Soviel zum Grundstück. Kommen wir zur Einrichtung. Pro Tier mindesten 1 Unterstand (Stand, Weidenbrücke, Haus). Bei Häusern müssen mindestens 2 Ein-/Ausgänge vorhanden sein! Meerschweinchen sind nicht immer nett zueinander. Legt sich ein Tier vor nur 1 Ausgang und sperrt das rangniedrigere Tier ein, dann kann das fatale Folgen haben. Meistens sind die Tiere bei der Anschaffung kleiner und man ist geneigt zu kleine Häuser zu kaufen. So ein ausgewachsenes Meerschweinchen wird im Schnitt bis zu 25 cm lang und legt sich gerne ausgestreckt hin zum Schlafen. Ein Haus mit 20 cm bietet diesen Komfort nicht. Zwei Häuser mit 30 cm nehmen ganz schön viel Platz weg. Jetzt wird auch jedem klar, warum ein 120er Käfig eigentlich zu klein ist? Ich persönlich bin ein Fan von Weidenbrücken. Das soll aber jederfür sich selber entscheiden. Eine Heuraufe, die auch nicht zu klein sein sollte. Heu ist Grundnahrungsmittel Nummer 1. Eine Wasserflasche, die aber nicht groß sein muss. Die meisten gesunden Meerschweinchen trinken kaum, da sie die Flüssigkeit über das Frischfutter beziehen. Wasser muss täglich frisch angeboten werden, deshalb wäre eine große Flasche mit 300 ml Verschwendung. 100 ml reichen locker bei 2 Tieren.  Ein Futternapf kann, muss aber nicht. Es ist eher unserem menschlichen Gepflogenheiten geschuldet, dass alles klein geschnippelt auf Porzellan serviert wird. Das Futter von Späne zu reinigen oder gar das Trockenfutter in der Späne zu suchen und zu erarbeiten hat ganz viel mit Beschäftigung zu tun. Nicht umsonst gibt es Futterbäume, Leckerlikugeln u.ä.. Wobei ich ganz klar gegen allerlei Blödsinn bin, der als Spielzeug im Handel angeboten wird. Meerschweinchen brauchen kein Spielzeug (!) und Plastik hat erst Recht nichts in einem Käfig zu suchen. Meerschweincen sind auch keine kleinen Püppchen, die rosa Plüsch im Käfig brauchen. Übrigens ist Nagen an Holz nicht selten eine Reaktion auf Langeweile und Platzmangel. Den Eigenbau mal anders einrichten schafft schon Abwechslung für die Tiere, die viel Spaß macht. Zurück zum Thema: Futternäpfe sind also durchaus erlaubt. Mehr zum Thema Ernährung auf der entsprechenden Seit hier bei mir. Einstreu muss mindestens einmal die Woche erneuert werden, je nachdem wie groß der EB ist und wieviel Tiere dort wohnen. Zwischendurch kann man die Pipiecken rausnehmen. Im Gegensatz zu Kaninchen sind Meerschweinchen geruchslos. Während ein frisch gemisteter Kaninchenstall nach dem ersten Urinabsatz sofort wieder riecht, bleiben Meerschweinchen geruchslos. Erst eine größere Ansammlung von Urin und dem damit verbundenen Ammoniak führt zu Stallgeruch. Meerschweinchen kontrollieren ihre Verdauung nicht, d.h. sie machen dort am meisten wo sie am meisten liegen. Vorzugsweise ist das unter dem Unterstand oder in einem Heunest. Nur wenige Meerschweinchen sind „stubenrein“ und machen immer in die gleiche Ecke.  Die meisten Tiere haben aber bevorzugte Liegeflächen und das sind automatisch die meist verwendeten Plätze für Urin und Köddel. Absolutes no go sind zu lange Intervalle beim Misten, weil das Ammoniak die Atemwege der Tiere massiv angreift. Es macht also keinen Sinn auf die Unlust des Kindes mit „ich miste auch nicht“ zu reagieren, denn darunter leiden die Tiere und niemand sonst. Es gibt zahlreiche Angebote zu Späne, die mehr oder weniger staubt. Weniger Staub macht im Innenbereich nunmal mehr Spaß. Nicht geeignet ist Stroh, weil es nicht genug aufsaugt und unter dem Stroh ekliger Matsch entsteht. Übrigens ist Stroh ein Wärmepolster und deshalb im Sommer als Einstreu über der Späne absolut ungeeignet. Mal zwei Handvoll Stroh zum streunern, stöbern und spielen für die Meerschweinchen - da freut sich das kleine Meerschweinchenherz.  Haltung auf Tüchern ist möglich, ob man das nun gut findet oder nicht soll jeder selber entscheiden. Von Kunststoffen aller Art ist aber dringend abzuraten. Wer Platz hat, der sollte Großgebinde im Landhandel kaufen. Das ist am Ende viel preiswerter.
Der Film zeigt, was so eine Portion Stroh für Freude bei Groß und Klein auslösen kann. Alles popcornt ;-)
Soweit das Wichtigste zum Thema Haltung im groben Überblick. Hier noch ein paar „heiße“ Tipps für die Inneneinrichtung.
Jürgen macht beste Handarbeit und auch  Sonderanfertigungen zum fairen Preis
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Nicht nur Häuser für Meerschweinchen aus der JVA
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Haltung von Meerschweinchen eine Glaubens-frage?

Ebene 1,40 x 0,70 Die Weidenbrücken nicht ganz an der Wand. Heuraufe und Wasserflasche platzsparend an der Wand angebracht. Futternapf etwas am Rand. Genug Platz sich zu bewegen. Genug Platz, damit die Tiere sich auch mal aus dem Weg gehen können. Eine Eben eingebaut bietet zusätzlichen Raum, ersetzt aber niemals die Rennstrecke. Meerschweinchen sind keine Klettertiere, deshalb ist ein zu kleiner Etagenkäfig auch Tierquälerei. Die Grundfläche muss stimmen, erst dann macht ein Etagenkäfig Sinn. Die einfache Grundfläche aber dient alleine der Berechnung für die Größe der Gruppe. 1,20 x 0,60 auf 3 Etagen taugt trotzdem nur für 2 Schweine  und nicht für 6!
Es werden preisgünstige Käfige im Handel angeboten, aber ab 1,40 m werden die auch kostenintensiver. Wie man auf dem Foto sieht, ist ein Eigenbau (EB) mit Plexiglas an der Front nicht nur schöner anzusehen.  Man hat schneller Kontakt und die Tiere lernen schnell, sich zum Futter erbetteln mit den Pfoten auf die Scheibe zu stellen.
So ein EB passt sich optisch schöner in die Einrichtung und die Tiere lassen sich viel besser beobachten. Es ist unglaublich was sich die Meerlis täglich für neuen Blödsinn einfallen lassen und uns Menschen zum Lachen bringen. Sind Hunde und oder/Katzen im Haus, muss der EB natürlich entsprechend gesichert sein. Für Selbstbauer und Handwerker finden sich zahlreiche Vorlagen und Beispiele im www. Für alle mit zwei linken Händen oder Zeitmangel gibt es Profis:
Am Ende ist so ein Eigenbau die preiswertere Alternative, besonders wenn man selber baut.
Der Standort muss auch wohl bedacht sein. Meerschweinchen ist ein Urinstinkt erhalten, sie haben Angst vor Fressfeinden aus der Luft. Deshalb brauchen sie auch einen Unterstand und  ein erhöhter Standort ist für den EB auch sinnvoll. Sehr große Eigenbauten sind natürlich Bodengehege, da muss man aber bestimmte Dinge bei der Annäherung berücksichtigen, wenn die Schweinchen sich nicht immer gleich verstecken sollen bei der Begegnung. Ein Gehege auf Hüfthöhe ist vorteilhafter, auch zum Sauber machen. Auf keine Fall darf das Gehege in der prallen Sonne stehen, Schweinchen vertragen Hitze nicht. Trotzdem ist Tageslicht lebensnotwendig und das perfekte Gehege hat einen dunkleren Rückzugsbereich und einen hellen Bereich zum Sonne tanken. Die Raumtemperatur sollte ohnhin konstant sein und Zugluft muss dringend verhindert werden. Die Atemwege der Tiere sind empfindlich. Hohe Luftfeuchtigkeit muss auch vermieden werden. Bei Sommerhitze muss den Tieren die Möglichkeit der Abkühlung geboten werden. Temperaturaustausch findet über die Pfoten statt. Eine flache Schale mit kühlem Wasser oder eine gerfrorene PET-Flasche (mit einem Tuch umwickelt!) werden gerne angenommen. Je mehr Trubel um die Schweinchen herum herrscht, desto schneller gewöhnen sie sich an die neue Umgebung und desto zutraulicher werden sie. Deshalb lautet meine Empfehlung immer, die Tiere in einen aktiven Familienraum zu stellen - z.B. das Wohnzimmer. Der Rat gilt doppelt bei kleineren Kindern, denn die Eingewöhnungsphase ist ausschlaggebend für die zukünftige Zutraulichkeit. Stehen die Tiere im Kinderzimmer und werden die Tiere zu Beginn zu oft und/oder falsch kontaktiert, bleiben sie mit hoher Wahrscheinlichkeit scheue Schweinchen und sind nie zu sehen. Der Hauptabgabegrund in den ersten Wochen - die völlig überzogenen Erwartungen der neuen Besitzer werden nicht erfüllt.  Einerseits sollen die Tiere in der Eingewöhnung möglichst viel vom Familientrubel mitbekommen, andererseits wird das raus- und hochnehmen auf ein absolut notwendiges Minimum reduziert. Vertrauen muss wachsen. Meine Tiere haben alle ein Grundvertrauen zum Menschen, Panikschweinchen kenne ich nur als Nottiere, die ich an und ab aufnehme.  Meine Zuchttiere haben wie gesagt dieses Grundvertrauen, das muss sich der neue Gurkenschnippler trotzdem neu erarbeiten. In der Eingewöhnungsphase alles richtig gemacht zu haben bedeutet am Ende, dass die Schweinchen zutraulich sind, aus der Hand fressen und sich eventuell auch gerne kuscheln zu lassen. Meerschweinchen sind keine Kuscheltiere, aber es gibt durchaus Genießer von Kuscheleinheiten unter den Vierbeinern. Gute Temperaturen, keine hohe Luftfeutigkeit, kein Raucherzimmer, nicht direkt am Fenster, nicht direkt an der Heizung, Tageslicht.  Normale Geräusche des Lebens erwünscht. Lüften fällt natürlich nicht aus. Ich hänge meine Ställe mit einer Decke zu für die Dauer des Lüftens. Im Sommer habe ich die Fenster durchaus offen ohne die Ställe separat abzudecken. Durch Seitenwände und Plexiglas vorne zieht es ja im eigentlichen EB nicht. Es muss auch nicht besonders warm sen, Meeris können Kälte super ab. Nur plötzliche und dauernde Temperaturschwankungen muss man vermeiden. Soviel zum Grundstück. Kommen wir zur Einrichtung. Pro Tier mindesten 1 Unterstand (Stand, Weidenbrücke, Haus). Bei Häusern müssen mindestens 2 Ein-/Ausgänge vorhanden sein! Meerschweinchen sind nicht immer nett zueinander. Legt sich ein Tier vor nur 1 Ausgang und sperrt das rangniedrigere Tier ein, dann kann das fatale Folgen haben. Meistens sind die Tiere bei der Anschaffung kleiner und man ist geneigt zu kleine Häuser zu kaufen. So ein ausgewachsenes Meerschweinchen wird im Schnitt bis zu 25 cm lang und legt sich gerne ausgestreckt hin zum Schlafen. Ein Haus mit 20 cm bietet diesen Komfort nicht. Zwei Häuser mit 30 cm nehmen ganz schön viel Platz weg. Jetzt wird auch jedem klar, warum ein 120er Käfig eigentlich zu klein ist? Ich persönlich bin ein Fan von Weidenbrücken. Das soll aber jederfür sich selber entscheiden. Eine Heuraufe, die auch nicht zu klein sein sollte. Heu ist Grundnahrungsmittel Nummer 1. Eine Wasserflasche, die aber nicht groß sein muss. Die meisten gesunden Meerschweinchen trinken kaum, da sie die Flüssigkeit über das Frischfutter beziehen. Wasser muss täglich frisch angeboten werden, deshalb wäre eine große Flasche mit 300 ml Verschwendung. 100 ml reichen locker bei 2 Tieren.  Ein Futternapf kann, muss aber nicht. Es ist eher unserem menschlichen Gepflogenheiten geschuldet, dass alles klein geschnippelt auf Porzellan serviert wird. Das Futter von Späne zu reinigen oder gar das Trockenfutter in der Späne zu suchen und zu erarbeiten hat ganz viel mit Beschäftigung zu tun. Nicht umsonst gibt es Futterbäume, Leckerlikugeln u.ä.. Wobei ich ganz klar gegen allerlei Blödsinn bin, der als Spielzeug im Handel angeboten wird. Meerschweinchen brauchen kein Spielzeug (!) und Plastik hat erst Recht nichts in einem Käfig zu suchen. Meerschweincen sind auch keine kleinen Püppchen, die rosa Plüsch im Käfig brauchen. Übrigens ist Nagen an Holz nicht selten eine Reaktion auf Langeweile und Platzmangel. Den Eigenbau mal anders einrichten schafft schon Abwechslung für die Tiere, die viel Spaß macht. Zurück zum Thema: Futternäpfe sind also durchaus erlaubt. Mehr zum Thema Ernährung auf der entsprechenden Seit hier bei mir. Einstreu muss mindestens einmal die Woche erneuert werden, je nachdem wie groß der EB ist und wieviel Tiere dort wohnen. Zwischendurch kann man die Pipiecken rausnehmen. Im Gegensatz zu Kaninchen sind Meerschweinchen geruchslos. Während ein frisch gemisteter Kaninchenstall nach dem ersten Urinabsatz sofort wieder riecht, bleiben Meerschweinchen geruchslos. Erst eine größere Ansammlung von Urin und dem damit verbundenen Ammoniak führt zu Stallgeruch. Meerschweinchen kontrollieren ihre Verdauung nicht, d.h. sie machen dort am meisten wo sie am meisten liegen. Vorzugsweise ist das unter dem Unterstand oder in einem Heunest. Nur wenige Meerschweinchen sind „stubenrein“ und machen immer in die gleiche Ecke.  Die meisten Tiere haben aber bevorzugte Liegeflächen und das sind automatisch die meist verwendeten Plätze für Urin und Köddel. Absolutes no go sind zu lange Intervalle beim Misten, weil das Ammoniak die Atemwege der Tiere massiv angreift. Es macht also keinen Sinn auf die Unlust des Kindes mit „ich miste auch nicht“ zu reagieren, denn darunter leiden die Tiere und niemand sonst. Es gibt zahlreiche Angebote zu Späne, die mehr oder weniger staubt. Weniger Staub macht im Innenbereich nunmal mehr Spaß. Nicht geeignet ist Stroh, weil es nicht genug aufsaugt und unter dem Stroh ekliger Matsch entsteht. Übrigens ist Stroh ein Wärmepolster und deshalb im Sommer als Einstreu über der Späne absolut ungeeignet. Mal zwei Handvoll Stroh zum streunern, stöbern und spielen für die Meerschweinchen - da freut sich das kleine Meerschweinchenherz.  Haltung auf Tüchern ist möglich, ob man das nun gut findet oder nicht soll jeder selber entscheiden. Von Kunststoffen aller Art ist aber dringend abzuraten. Wer Platz hat, der sollte Großgebinde im Landhandel kaufen. Das ist am Ende viel preiswerter.
Der Film zeigt, was so eine Portion Stroh für Freude bei Groß und Klein auslösen kann. Alles popcornt ;-)
Soweit das Wichtigste zum Thema Haltung im groben Überblick. Hier noch ein paar „heiße“ Tipps für die Inneneinrichtung.
Jürgen macht beste Handarbeit und auch  Sonderanfertigungen zum fairen Preis
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Nicht nur Häuser für Meerschweinchen aus der JVA
Es gibt viele Fragen, die man vor der Anschaffung eines Tieres beantworten muss. Auch wenn dieses Haustier “nur” ein Meerschweinchen ist. Wer dieses “nur” als richtig ansieht, der sollte sich besser ein Plüschtier anschaffen.  Natürlich sind diese kleinen Wackelpopos im Vergleich zu manch anderer Tierart pflegeleicht, aber sie haben auch ganz klar zu befriedigende Bedürfnisse. Siehe dazu auch meine Seite „Anschaffung“.  Immer wieder gerne diskutiert ist der Platz, den zwei dieser wunderbaren Wesen tatsächlich benötigen. Ein Käfig von 80 cm  oder 1 m Länge - wie früher als Standard benutzt - ist aus meiner Sicht ein absolutes no go. Der von selbsternannten Tierschützern geforderte Mindestbedarf von  1 m² pro Tier ist wiederum ein Extrem der anderen Seite. Keine Frage - je mehr Platz desto besser.   Aber wie so oft liegt die Wahrheit wahrscheinlich in der Mitte und würde es diese selbsternannten Tierschützer nicht geben, dann würden die Tiere heute wahrscheinlich noch in 80 cm - Käfigen hocken. Ich persönlich habe sogenannte “Notkäfige” im Einsatz, wenn ein Tier unter besonderer Beobachtung steht. Dies sind handelsübliche Käfige mit dem Maßen 1,20 x 0,60 cm und dort wohnen maximal 2 Tiere. Eingerichtet wird dieser Käfig mit zwei XXL-Weidenbrücken, die nebeneinander stehen und nicht an die Wand anschliessen. Hinter den Weidebrücken bleibt genug Platz zum Gitter, damit die Tiere ausweichen können oder rumpesen können, wenn sie ihre 5 Minuten haben. Heuraufe, Wasserflasche und Futternapf sind so angeordnet, dass eine möglichst große Freifläche entsteht.Diese Käfiggröße sehe ich als das Mindestmaß an, wenn die Tiere täglich die Möglichkeit haben, für mehrere Stunden einen Auslauf zu nutzen.  Dabei sollte man aber wiisen, dass selbst die tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V. dies als Mindestmaße ansieht. Der deutsche Tierschutzbund setzt 1,50 x 0,75 cm als Mindestmaß an.  Eine zweite Ebene über ca. 50% des Käfigs bietet den Tieren noch etwas mehr Fläche im Käfig. Ich nutze diese Käfige nicht umsonst als “Notkäfige”, denn für eine Dauerhaltung ohne Auslauf finde ich sie persönlich zu klein. Meine Ebenen im Kaltstall sind 2,0 x 0,60 m und dort leben je 1 Bock mit 1 oder 2 Frühkastraten oder eine kleine Gruppe aus 1 Kastrat und max. 3 Mädels. In Innenhaltung habe ich meine Ebenen mit 1,40 x 0,70 für je 1 Pärchen. Ansonsten tummelt sich der Rest in einer großen Gruppe im Bodengehge mit 3,20 x 2,10 m.  Die Faustregel von ca. 0,5 m² pro Tier hat meiner Meinung nach durchaus ihre Berechtigung. Wobei 0,40-0,45 m² pro Tier völlig akzeptabel sind. Je größer das Gehege an sich ist, desto kleiner darf auch die Fläche pro Schwein sein (Mindestmaße je Seite 1m, aber 0,3 m² pro Tier nicht unterschreiten). Warum? Weil meine Schweine keinen Jägerzaun mitbringen und sich 0,5 m² abzäunen, sondern die kompletten 6,72 m² für sich nutzen. Egal ob 10 oder 20 Tiere dort leben, sie nutzen ständig und immer die gleichen Ecken und liegen dicht beieinander. Andere Flächen nutzen sie ausschließluch als Laufflächen und nicht zum Liegen. Was ich aber als lebensnotwendig erachte sind die lange Strecke zum Flitzen. Alle meine Tiere - auch die ganz alten - haben mindestens einmal am Tag ihre 5 Minuten und rennen und popcornen wie von der Tarantel gestochen durch das Gehege. Dafür braucht es die langen Wege, damit sie sich richtig austoben können. Deshalb bin ich auch ein Fan der Weidenbrücken, denn die bremsen die Meeris nicht aus. Da meine Brücken nie an der Wand stehen, können die Tiere volles Tempo durchrennen und müssen erst an der Stallwand bremsen.  Fazit: ein Käfig von 1,20 x 0,60 cm sollte das Mindestmaß sein und die Tiere sollen zusätzlich einen Auslauf haben, wenn Du Dich der Mindestmaße bedienst. Das gilt für die Innenhaltung. Außenhaltung unterliegt wieder ganz anderer Kriterien. Auch die Haltung von zwei Böcken (oder mehr) unterliegt anderen Maßstäben. Man kann Meerlies auch ganzjährig im Garten halten oder in sog. Kaltstallhaltung - in ungeheizten Anbauten mit Tageslicht und Frischluft. Meerschweinchen sind keine Kellerkinder.  Auch für diese Haltungsart berate ich gerne ausführlich in einem persönlichen Gespräch.
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