© honeys teddys since 2007
Impressum
US - Teddys of Honey Schwarz-Weiss Goldagouti-Weiss since 2007

Pflege

Neben einem sauberen Stall und dem optimalen Futter ist auch die Pflege und der sogenannte TÜV beim Meerschweinchen extrem wichtig. Schließlich pflegen wir uns als Menschen auch. Täglich schauen wir, ob die Tiere zum Fressen kommen und normal fressen. Ist die Bewegung normal oder liegt das Tier nur im Haus? Ist das Fell glänzend? Ist die Atemfrequenz normal? Der erfahrene Besitzer wird schnell erkennen, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Nun ist nicht jeder von uns so erfahren und es gibt einen Urinstinkt beim Meerschweinchen, der uns oft einen Strich durch die Rechnung macht. Um Fressfeinde nicht aufmerksam zu machen, werden Krankheiten schlichtweg verborgen. Die Tiere sind bei der Fütterung vielleicht noch völlig aktiv und lassen sich nichts anmerken. Ist der Mensch aber aus der Sicht, dann sitzen die Tiere wie ein Häufchen Elend zusammengekauert in der Ecke. Welche Chance habe ich als Mensch trotzdem rechzeitig Krankheiten zu erkennen? Mindestens einmal die Woche führe ich den sogenannten Meerschweinchen-TÜV durch.  

Meerschweinchen - TÜV

Das Prozedere bezieht sich auf den US-Teddy, gilt aber bis auf die Fellpflege für alle Meerschweinchen.

Das Gewicht

Das Meerschweinchen wird einmal die Woche auf die Küchenwaage gesetzt. Ob mit oder ohne Schüssel ist dabei relativ egal. Ohne Schüssel auf einer größeren Waage ist natürlich bequemer. Ist der Gewichtsverlust von einer Woche auf die andere größer als 50 g, dann ist der Gang zum Tierarzt ratsam. Gewichtsverlust ist das erste deutliche Anzeichen für Krankheiten und nicht selten geht das Gewicht sehr rapide bergab.
Auch tragende Mädels werden durch Gewichtskontrolle begleitet.

Das Fell

Das Schweinchen wird rundherum und auch auf dem Bauch auf kahle Stellen im Fell untersucht. Zwei nackte Stellen hinter den Ohren sind übrigens normal. Aber der Rest des Körpers sollte gleichmäßig behaart sein. Das Fell sollte frei von Schuppen sein. Kleine schwarze oder weiße Schüppchen könnten schon auf Milben hindeuten. Dem US-Teddy wird immer unterstellt, er würde zu trockener Haut und Schuppen neigen und im Internet findet man Empfehlungen zur ölhaltigen Fütterung. Ich persönlich halte das für Quatsch. Für mich ist das die Folge einer falschen Fellpflege. Folgendes muss man wissen: Der US-Teddy gehört zu den sogenannten Strukturrassen und das Fell fühlt sich harsch an. Jedes einzelne Haar steht fast senkrecht auf der Haut und ist am oberen Ende quasi gedreht. Diese Drehung macht die Qualität der Struktur aus. Das Fell ist ca. 2 cm lang. Aus züchterischer Sicht ist ein besonders harsches und dichtes Fell anzustreben. Im Idealfall sind die Haare so dicht eingepflanzt, dass durch die gedrehte Spitze von Hause aus wenig Luft an die Haut kommt.
Das einzelne Haar steht fast senkrecht auf der Haut und hat am oberen Ende eine gedrehte Spitze - die Struktur. Hier etwas übertrieben demonstriert, um die Eigenschaften zu verdeutlichen.
Das Fell wächst ständig. Tote Haare fallen aus, neue Haare schieben nach. Das Fell eines (züchterisch sehr guten) US-Teddys lässt kaum Luft an die Haut. Bei falscher oder gar keiner Pflege treten Schuppen auf.
Den Schuppen wirkt man entgegen, in dem der US-Teddy einmal in der Woche von hinten nach vorne gebürstet wird. Mit einer ordentlichen Hundebürste, die auch durch das Fell bis auf die Haut kommt. Das hat gleich mehrere Effekte: die Haare werden entsprechend ihrer natürlichen Wuchsrichtung aufgerichtet die Massage der Haut bewirkt eine bessere Durchblutung tote Haare und Kleinzeugs (z.B. aus dem Heu) werden entfernt es kommt Luft an die Haut alles zusammen verhindert ein zu starkes Austrocknen der Haut
Bürsten von hinten nach vorne richtet die Haare auf, es kommt Luft an die Haut
Bürsten (und streicheln)  von vorne nach hinten legt die Haare so eng über die Haut, dass keine Luft mehr ran kommt. Ohne Bürsten trocknet die Haut aus und es entstehen Schuppen. Ohne geänderte Fellpflege einfach Öle und Saaten zu füttern macht keinen Sinn. Nur ganz, ganz wenige Teddys neigen trotz richtiger Fellpflege zu Schuppen und nur in diesen Fällen ist ölhaltige Fütterung vertretbar.
Zum Ende einer Streichel-Session immer das Fell von hinten nach vorne ausrichten.
Ich züchte seit 2007 US-Teddys und habe nie wegen Schuppenbildung das Futter geändert. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung führt zu einem tollen Fellglanz, das wöchentliche Bürsten ist unabdingbar. Wenn dann Schuppen auftreten, sind die meistens Milben oder Pilz geschuldet. Unbehandelt entstehen rasch kahle Stellen im Fell.
kahle Stellen im Fell können auf Pilz oder Milben deuten
So darf kein Bauch aussehen
Pilz, Milben und Haarlinge werden über Heu oder Streu in den Stall getragen. Vermehrtes Kratzen, Unruhe, Unwohlsein und am Ende kahle Stellen im Fell gehören zu den Symptomen. In jedem Fall ist der Tierarzt aufzusuchen, der eine eindeutige Diagnose stellt und die Behandlung veranlasst. Pilz und Milben lassen sich vom Laien nicht immer unterscheiden und sind schon mal gar nicht per Ferndiagnose im Internet zu identifizieren. Manchmal tritt auch beides gleichzeitig auf.

Der Körper

Das ganze Meerschweinchen wird abgetastet, ob sich eventuell irgendwo am Körper Beulen gebildet haben. Dabei auch den Kopf und das Kinn nicht unbetastet lassen. Ein Abzess kann immer entstehen und wächst recht schnell. Die Geschlechtsorgane werden auf Sauberkeit geprüft.

Die Zähne

Die Zähne sind oben und unten je gleichlang und von weißer Farbe. Sie wachsen ein Leben lang nach, weshalb über die Fütterung der Zahnabrieb gewährleistet sein muss. Trocken Brot ist dafür übrigens nicht geeignet. Wichtig ist, dass die Schnittflächen parallel und gerade zu einander stehen. Nutzen sich die Schneidezähne schräg ab, dann deutet das auf die Bildung von Brücken der Backenzähne hin. In dem Fall ist der schnelle Gang zum Tierarzt angesagt. In seltenen Fälle kann ein Zahn abrechen. Der Zahn wird im Normalfall wieder nachwachsen. Tierarztkontrolle und evtl. Korrektur während der Wachstumsphase sind unverzichtbar.
Die Augen werden angeschaut. Sie sind klar, glänzend und das Weiße im Auge ist weiß. Die Nase ist sauber. Nicht verkrustet und nicht verschleimt. Die Innenseiten der Vorder- pfoten werden kontrolliert. Bei Schnupfen wischen sich die Meerlis mit den Pfoten über die Nase. Die Verkrustungen sind an den Pfoten gut zu erkennen. Achtung!  Wir stecken Meerschweinchen mit unseren Erkältungen an. Deshalb besteht Kontaktverbot bei Erkältung. Die Lippen sind sauber, nicht verkrustet und nicht verklebt. Dicke Krusten deuten auf Lippengrind hin, der oft durch falsche Fütterung entsteht. Die Ohrmuscheln werden mit dem Finger zart auf sandige oder fettige Ablagerungen geprüft. Leichte kreisförmige Bewegungen erfühlen das. Fühlt sich das nicht glatt an, dann mit etwas Baby- oder Olivenöl und einem weichen Tuch die Ohrmuschel säubern. Wattestäbchen haben nichts im Meerschweinchenohr zu suchen, der Gehörgang ist dem Tierarzt vorbehalten.

Die Krallen

Die Krallen wachsen - wie unsere Fingernägel - ein ganzes Leben lang. An weißen Krallen gut zu sehen besteht eine Kralle aus dem rosafarbenden Leben und dem weißen Horn. Das weiße Horn muss regelmäßig und richtig geschnitten werden. Der Unterschied ist bei schwarzen Krallen nicht so leicht zu erkennen, es gibt aber einen einfachen Trick beim Krallen schneiden. Man nimmt eine handelsübliche Krallenschere, die mit einer Hand gut zu führen ist.  Die Schere soll nicht zu lang sein, da wir mit ihr die Fußsohle verlängern und den Überstand abschneiden. Der Trick funktioniert auf jeden Fall, solange die Krallen gerade wachsen und das Leben eine „normale“ Länge hat. Mit dem Alter legen sich die Krallen oft auf die Seite (auch bei optimaler Pflege) und das Leben in der Kralle wird länger. Bis dahin hat man aber als geübter Halter soviel Erfahrung, dass das Krallen schneiden kein Problem mehr ist. Sollte man wirklich einmal zu tief schneiden, dann ist das einen kurzen Moment für das Tier schmerzhaft, muss aber nicht behandelt werden. Die Blutung stoppt von alleine und auch die Kralle wächst wieder.
Diese beiden Bilder hat mir © Claudia Pfohl freundlicherweise zur Verfügung gestellt.
Pilz und Milben können immer auftreten, müssen aber rechzeitig behandelt werden, damit es erst gar nicht so schlimm wird wie auf den Bildern.
© honeyhausen © honeyhausen © honeyhausen © honeyhausen
Die Krallenschere ist die Verlängerung der Fußsohle und der Überstand wird abgeschnitten. Automatisch hat man auch den richtigen Winkel, in dem die Krallen geschnitten werden. Auf dem linken Foto gut zu erkennen ist seitliches Horn, das sich nicht selten am Fuß bildet. Es bedarf keiner Behandlung und ist oft durchblutet.
Hier noch ein Video, dass das Thema TÜV beim Meerschweinchen super erklärt.
© honeyhausen © honeyhausen © honeyhausen
Warum erkläre ich nicht wie man beim Kastraten die Perinealtasche säubert? Weil „mein“ Tierarzt bei der Kastration offensichtlich einen Weg gefunden hat diese Tasche besonders klein zu halten. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich grundsätzlich alle Böcke frühkastrieren lasse. Jedenfalls ist der Zugang recht eng und es fängt sich nie Schmutz darin. Außer bei meinen Böcken brauche ich keine Perinealtasche reinigen. Ich achte bei der Abgabe aber darauf und sollte eine Tasche mal größer sein, dann zeige ich auch den neuen Gurkenschnipplern wie es geht. Übrigens zeige ich bei der Abholung der Tiere jedem Neu-Besitzer auch den TÜV live. So sieht gleich jeder, dass sein Tier gesund und munter ist. Ich würde niemals ein Tier abgeben, das Pilz oder Milben hat. Hier verlassen nur gesunde Tiere den Stall. Nichts desto trotz können gerade Pilz oder Milben gleich nach dem Umzug auftreten. Das hängt mit dem Stress zusammen, der das Immunsystem der Schweinchen runterfährt und dann können Krankheiten ausbrechen. Das liegt nicht in meiner Macht und hat absolut nichts damit zu tun, dass ich hier kranke Tiere verkaufen würde. Ich kenne viele meiner Tiere auch im hohen Alter. Einerseits, weil ich selber viele Rentner habe. Andererseits, weil ich Urlaubspflege anbiete oder aber immer wieder Nachrichten von den Adoptiveltern bekomme (und mich jedesmal riesig freue). Darüber hinaus empfehle ich immer wieder aus Überzeugung Dr. Christian Koch als Tierarzt und bekomme auch hier Feedback (natürlich unter strengem Datenschutz anonymisiert).  Auf Basis dieser Quellen kann ich sagen, dass es keine gehäuft auftretenden Erkrankungen gibt, die genetisch bedingt sein könnten (Herzfehler, Zahnschweinchen, Kurzlebigkeit, etc.). Aus heutiger Sicht mit den heutigen Kenntnissen kann ich daher mein Zuchtziel No. 1 als erfüllt ansehen: ich züchte gesunde Tiere. Ich bin sehr dankbar für alle Rückmeldungen, wenn Tiere aus meiner Zucht bei den neuen Besitzern erkranken. Nur so kann ich beurteilen, ob eventuelle Krankheiten in bestimmten Linien gehäuft auftreten und gegensteuern. Ich wünsche mir nichts mehr, als das meine Tiere alt werden und ein gesundes Leben führen - soweit ich das züchterisch überhaupt beeinflussen kann. 
© of-honey.de - Kopie und Verbreitung nur mit ausdrücklicher Genehmigung
© honeys teddys since 2007
US - Teddys of Honey Schwarz-Weiss Goldagouti-Weiss since 2007

Pflege

Neben einem sauberen Stall und dem optimalen Futter ist auch die Pflege und der sogenannte TÜV beim Meerschweinchen extrem wichtig. Schließlich pflegen wir uns als Menschen auch. Täglich schauen wir, ob die Tiere zum Fressen kommen und normal fressen. Ist die Bewegung normal oder liegt das Tier nur im Haus? Ist das Fell glänzend? Ist die Atemfrequenz normal? Der erfahrene Besitzer wird schnell erkennen, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Nun ist nicht jeder von uns so erfahren und es gibt einen Urinstinkt beim Meerschweinchen, der uns oft einen Strich durch die Rechnung macht. Um Fressfeinde nicht aufmerksam zu machen, werden Krankheiten schlichtweg verborgen. Die Tiere sind bei der Fütterung vielleicht noch völlig aktiv und lassen sich nichts anmerken. Ist der Mensch aber aus der Sicht, dann sitzen die Tiere wie ein Häufchen Elend zusammengekauert in der Ecke. Welche Chance habe ich als Mensch trotzdem rechzeitig Krankheiten zu erkennen? Mindestens einmal die Woche führe ich den sogenannten Meerschweinchen-TÜV durch.  

Meerschweinchen - TÜV

Das Prozedere bezieht sich auf den US-Teddy, gilt aber bis auf die Fellpflege für alle Meerschweinchen.

Das Gewicht

Das Meerschweinchen wird einmal die Woche auf die Küchenwaage gesetzt. Ob mit oder ohne Schüssel ist dabei relativ egal. Ohne Schüssel auf einer größeren Waage ist natürlich bequemer. Ist der Gewichtsverlust von einer Woche auf die andere größer als 50 g, dann ist der Gang zum Tierarzt ratsam. Gewichtsverlust ist das erste deutliche Anzeichen für Krankheiten und nicht selten geht das Gewicht sehr rapide bergab.
Auch tragende Mädels werden durch Gewichtskontrolle begleitet.

Das Fell

Das Schweinchen wird rundherum und auch auf dem Bauch auf kahle Stellen im Fell untersucht. Zwei nackte Stellen hinter den Ohren sind übrigens normal. Aber der Rest des Körpers sollte gleichmäßig behaart sein. Das Fell sollte frei von Schuppen sein. Kleine schwarze oder weiße Schüppchen könnten schon auf Milben hindeuten. Dem US-Teddy wird immer unterstellt, er würde zu trockener Haut und Schuppen neigen und im Internet findet man Empfehlungen zur ölhaltigen Fütterung. Ich persönlich halte das für Quatsch. Für mich ist das die Folge einer falschen Fellpflege. Folgendes muss man wissen: Der US-Teddy gehört zu den sogenannten Strukturrassen und das Fell fühlt sich harsch an. Jedes einzelne Haar steht fast senkrecht auf der Haut und ist am oberen Ende quasi gedreht. Diese Drehung macht die Qualität der Struktur aus. Das Fell ist ca. 2 cm lang. Aus züchterischer Sicht ist ein besonders harsches und dichtes Fell anzustreben. Im Idealfall sind die Haare so dicht eingepflanzt, dass durch die gedrehte Spitze von Hause aus wenig Luft an die Haut kommt.
Das einzelne Haar steht fast senkrecht auf der Haut und hat am oberen Ende eine gedrehte Spitze - die Struktur. Hier etwas übertrieben demonstriert, um die Eigenschaften zu verdeutlichen.
Das Fell wächst ständig. Tote Haare fallen aus, neue Haare schieben nach. Das Fell eines (züchterisch sehr guten) US-Teddys lässt kaum Luft an die Haut. Bei falscher oder gar keiner Pflege treten Schuppen auf.
Den Schuppen wirkt man entgegen, in dem der US-Teddy einmal in der Woche von hinten nach vorne gebürstet wird. Mit einer ordentlichen Hundebürste, die auch durch das Fell bis auf die Haut kommt. Das hat gleich mehrere Effekte: die Haare werden entsprechend ihrer natürlichen Wuchsrichtung aufgerichtet die Massage der Haut bewirkt eine bessere Durchblutung tote Haare und Kleinzeugs (z.B. aus dem Heu) werden entfernt es kommt Luft an die Haut alles zusammen verhindert ein zu starkes Austrocknen der Haut
Bürsten von hinten nach vorne richtet die Haare auf, es kommt Luft an die Haut
Bürsten (und streicheln)  von vorne nach hinten legt die Haare so eng über die Haut, dass keine Luft mehr ran kommt. Ohne Bürsten trocknet die Haut aus und es entstehen Schuppen. Ohne geänderte Fellpflege einfach Öle und Saaten zu füttern macht keinen Sinn. Nur ganz, ganz wenige Teddys neigen trotz richtiger Fellpflege zu Schuppen und nur in diesen Fällen ist ölhaltige Fütterung vertretbar.
Zum Ende einer Streichel-Session immer das Fell von hinten nach vorne ausrichten.
Ich züchte seit 2007 US-Teddys und habe nie wegen Schuppenbildung das Futter geändert. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung führt zu einem tollen Fellglanz, das wöchentliche Bürsten ist unabdingbar. Wenn dann Schuppen auftreten, sind die meistens Milben oder Pilz geschuldet. Unbehandelt entstehen rasch kahle Stellen im Fell.
kahle Stellen im Fell können auf Pilz oder Milben deuten
So darf kein Bauch aussehen
Pilz, Milben und Haarlinge werden über Heu oder Streu in den Stall getragen. Vermehrtes Kratzen, Unruhe, Unwohlsein und am Ende kahle Stellen im Fell gehören zu den Symptomen. In jedem Fall ist der Tierarzt aufzusuchen, der eine eindeutige Diagnose stellt und die Behandlung veranlasst. Pilz und Milben lassen sich vom Laien nicht immer unterscheiden und sind schon mal gar nicht per Ferndiagnose im Internet zu identifizieren. Manchmal tritt auch beides gleichzeitig auf.
© honeyhausen © honeyhausen
Diese beiden Bilder hat mir © Claudia Pfohl freundlicherweise zur Verfügung gestellt.
Pilz und Milben können immer auftreten, müssen aber rechzeitig behandelt werden, damit es erst gar nicht so schlimm wird wie auf den Bildern.

Der Körper

Das ganze Meerschweinchen wird abgetastet, ob sich eventuell irgendwo am Körper Beulen gebildet haben. Dabei auch den Kopf und das Kinn nicht unbetastet lassen. Ein Abzess kann immer entstehen und wächst recht schnell. Die Geschlechtsorgane werden auf Sauberkeit geprüft.
Die Augen werden angeschaut. Sie sind klar, glänzend und das Weiße im Auge ist weiß. Die Nase ist sauber. Nicht verkrustet und nicht verschleimt. Die Innenseiten der Vorder pfoten werden kontrolliert. Bei Schnupfen wischen sich die Meerlis mit den Pfoten über die Nase. Die Verkrustungen sind an den Pfoten gut zu erkennen.
© honeyhausen
Achtung!  Wir stecken Meerschweinchen mit unseren Erkältungen an. Deshalb besteht Kontaktverbot bei Erkältung. Die Lippen sind sauber, nicht verkrustet und nicht verklebt. Dicke Krusten deuten auf Lippengrind hin, der oft durch falsche Fütterung entsteht. Die Ohrmuscheln werden mit dem Finger zart auf sandige oder fettige Ablagerungen geprüft. Leichte kreisförmige Bewegungen erfühlen das. Fühlt sich das nicht glatt an, dann mit etwas Baby- oder Olivenöl und einem weichen Tuch die Ohrmuschel säubern. Wattestäbchen haben nichts im Meerschweinchenohr zu suchen, der Gehörgang ist dem Tierarzt vorbehalten.

Die Zähne

Die Zähne sind oben und unten je gleichlang und von weißer Farbe. Sie wachsen ein Leben lang nach, weshalb über die Fütterung der Zahnabrieb gewährleistet sein muss. Trocken Brot ist dafür übrigens nicht geeignet. Wichtig ist, dass die Schnittflächen parallel und gerade zu einander stehen. Nutzen sich die Schneidezähne schräg ab, dann deutet das auf die Bildung von Brücken der Backenzähne hin. In dem Fall ist der schnelle Gang zum Tierarzt angesagt. In seltenen Fälle kann ein Zahn abrechen. Der Zahn wird im Normalfall wieder nachwachsen. Tierarztkontrolle und evtl. Korrektur während der Wachstumsphase sind unverzichtbar.

Die Krallen

Die Krallen wachsen - wie unsere Fingernägel - ein ganzes Leben lang. An weißen Krallen gut zu sehen besteht eine Kralle aus dem rosafarbenden Leben und dem weißen Horn. Das weiße Horn muss regelmäßig und richtig geschnitten werden. Der Unterschied ist bei schwarzen Krallen nicht so leicht zu erkennen, es gibt aber einen einfachen Trick beim Krallen schneiden. Man nimmt eine handelsübliche Krallenschere, die mit einer Hand gut zu führen ist.  Die Schere soll nicht zu lang sein, da wir mit ihr die Fußsohle verlängern und den Überstand abschneiden. Der Trick funktioniert auf jeden Fall, solange die Krallen gerade wachsen und das Leben eine „normale“ Länge hat. Mit dem Alter legen sich die Krallen oft auf die Seite (auch bei optimaler Pflege) und das Leben in der Kralle wird länger. Bis dahin hat man aber als geübter Halter soviel Erfahrung, dass das Krallen schneiden kein Problem mehr ist. Sollte man wirklich einmal zu tief schneiden, dann ist das einen kurzen Moment für das Tier schmerzhaft, muss aber nicht behandelt werden. Die Blutung stoppt von alleine und auch die Kralle wächst wieder.
© honeyhausen © honeyhausen © honeyhausen © honeyhausen
Die Krallenschere ist die Verlängerung der Fußsohle und der Überstand wird abgeschnitten. Automatisch hat man auch den richtigen Winkel, in dem die Krallen geschnitten werden. Auf dem linken Foto gut zu erkennen ist seitliches Horn, das sich nicht selten am Fuß bildet. Es bedarf keiner Behandlung und ist oft durchblutet.
Hier noch ein Video, dass das Thema TÜV beim Meerschweinchen super erklärt.
Warum erkläre ich nicht wie man beim Kastraten die Perinealtasche säubert? Weil „mein“ Tierarzt bei der Kastration offensichtlich einen Weg gefunden hat diese Tasche besonders klein zu halten. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich grundsätzlich alle Böcke frühkastrieren lasse. Jedenfalls ist der Zugang recht eng und es fängt sich nie Schmutz darin. Außer bei meinen Böcken brauche ich keine Perinealtasche reinigen. Ich achte bei der Abgabe aber darauf und sollte eine Tasche mal größer sein, dann zeige ich auch den neuen Gurkenschnipplern wie es geht. Übrigens zeige ich bei der Abholung der Tiere jedem Neu-Besitzer auch den TÜV live. So sieht gleich jeder, dass sein Tier gesund und munter ist. Ich würde niemals ein Tier abgeben, das Pilz oder Milben hat. Hier verlassen nur gesunde Tiere den Stall. Nichts desto trotz können gerade Pilz oder Milben gleich nach dem Umzug auftreten. Das hängt mit dem Stress zusammen, der das Immunsystem der Schweinchen runterfährt und dann können Krankheiten ausbrechen. Das liegt nicht in meiner Macht und hat absolut nichts damit zu tun, dass ich hier kranke Tiere verkaufen würde. Ich kenne viele meiner Tiere auch im hohen Alter. Einerseits, weil ich selber viele Rentner habe. Andererseits, weil ich Urlaubspflege anbiete oder aber immer wieder Nachrichten von den Adoptiveltern bekomme (und mich jedesmal riesig freue). Darüber hinaus empfehle ich immer wieder aus Überzeugung Dr. Christian Koch als Tierarzt und bekomme auch hier Feedback (natürlich unter strengem Datenschutz anonymisiert).  Auf Basis dieser Quellen kann ich sagen, dass es keine gehäuft auftretenden Erkrankungen gibt, die genetisch bedingt sein könnten (Herzfehler, Zahnschweinchen, Kurzlebigkeit, etc.). Aus heutiger Sicht mit den heutigen Kenntnissen kann ich daher mein Zuchtziel No. 1 als erfüllt ansehen: ich züchte gesunde Tiere. Ich bin sehr dankbar für alle Rückmeldungen, wenn Tiere aus meiner Zucht bei den neuen Besitzern erkranken. Nur so kann ich beurteilen, ob eventuelle Krankheiten in bestimmten Linien gehäuft auftreten und gegensteuern. Ich wünsche mir nichts mehr, als das meine Tiere alt werden und ein gesundes Leben führen - soweit ich das züchterisch überhaupt beeinflussen kann. 
© of-honey.de - Kopie und Verbreitung nur mit ausdrücklicher Genehmigung
© honeys teddys since 2007
US - Teddys of Honey
Schwarz-Weiss
Goldagouti-Weiss
since 2007
US - Teddys of Honey Schwarz-Weiss Goldagouti-Weiss since 2007

Pflege

Neben einem sauberen Stall und dem optimalen Futter ist auch die Pflege und der sogenannte TÜV beim Meerschweinchen extrem wichtig. Schließlich pflegen wir uns als Menschen auch. Täglich schauen wir, ob die Tiere zum Fressen kommen und normal fressen. Ist die Bewegung normal oder liegt das Tier nur im Haus? Ist das Fell glänzend? Ist die Atemfrequenz normal? Der erfahrene Besitzer wird schnell erkennen, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Nun ist nicht jeder von uns so erfahren und es gibt einen Urinstinkt beim Meerschweinchen, der uns oft einen Strich durch die Rechnung macht. Um Fressfeinde nicht aufmerksam zu machen, werden Krankheiten schlichtweg verborgen. Die Tiere sind bei der Fütterung vielleicht noch völlig aktiv und lassen sich nichts anmerken. Ist der Mensch aber aus der Sicht, dann sitzen die Tiere wie ein Häufchen Elend zusammengekauert in der Ecke. Welche Chance habe ich als Mensch trotzdem rechzeitig Krankheiten zu erkennen? Mindestens einmal die Woche führe ich den sogenannten Meerschweinchen-TÜV durch.  

Meerschweinchen - TÜV

Das Prozedere bezieht sich auf den US-Teddy, gilt aber bis auf die Fellpflege für alle Meerschweinchen.

Das Gewicht

Das Meerschweinchen wird einmal die Woche auf die Küchenwaage gesetzt. Ob mit oder ohne Schüssel ist dabei relativ egal. Ohne Schüssel auf einer größeren Waage ist natürlich bequemer. Ist der Gewichtsverlust von einer Woche auf die andere größer als 50 g, dann ist der Gang zum Tierarzt ratsam. Gewichtsverlust ist das erste deutliche Anzeichen für Krankheiten und nicht selten geht das Gewicht sehr rapide bergab.
Auch tragende Mädels werden durch Gewichtskontrolle begleitet.

Das Fell

Das Schweinchen wird rundherum und auch auf dem Bauch auf kahle Stellen im Fell untersucht. Zwei nackte Stellen hinter den Ohren sind übrigens normal. Aber der Rest des Körpers sollte gleichmäßig behaart sein. Das Fell sollte frei von Schuppen sein. Kleine schwarze oder weiße Schüppchen könnten schon auf Milben hindeuten. Dem US-Teddy wird immer unterstellt, er würde zu trockener Haut und Schuppen neigen und im Internet findet man Empfehlungen zur ölhaltigen Fütterung. Ich persönlich halte das für Quatsch. Für mich ist das die Folge einer falschen Fellpflege. Folgendes muss man wissen: Der US-Teddy gehört zu den sogenannten Strukturrassen und das Fell fühlt sich harsch an. Jedes einzelne Haar steht fast senkrecht auf der Haut und ist am oberen Ende quasi gedreht. Diese Drehung macht die Qualität der Struktur aus. Das Fell ist ca. 2 cm lang. Aus züchterischer Sicht ist ein besonders harsches und dichtes Fell anzustreben. Im Idealfall sind die Haare so dicht eingepflanzt, dass durch die gedrehte Spitze von Hause aus wenig Luft an die Haut kommt.
Das einzelne Haar steht fast senkrecht auf der Haut und hat am oberen Ende eine gedrehte Spitze - die Struktur. Hier etwas übertrieben demonstriert, um die Eigenschaften zu verdeutlichen.
Das Fell wächst ständig. Tote Haare fallen aus, neue Haare schieben nach. Das Fell eines (züchterisch sehr guten) US-Teddys lässt kaum Luft an die Haut. Bei falscher oder gar keiner Pflege treten Schuppen auf.
Den Schuppen wirkt man entgegen, in dem der US-Teddy einmal in der Woche von hinten nach vorne gebürstet wird. Mit einer ordentlichen Hundebürste, die auch durch das Fell bis auf die Haut kommt. Das hat gleich mehrere Effekte: die Haare werden entsprechend ihrer natürlichen Wuchsrichtung aufgerichtet die Massage der Haut bewirkt eine bessere Durchblutung tote Haare und Kleinzeugs (z.B. aus dem Heu) werden entfernt es kommt Luft an die Haut alles zusammen verhindert ein zu starkes Austrocknen der Haut
Bürsten von hinten nach vorne richtet die Haare auf, es kommt Luft an die Haut
Bürsten (und streicheln)  von vorne nach hinten legt die Haare so eng über die Haut, dass keine Luft mehr ran kommt. Ohne Bürsten trocknet die Haut aus und es entstehen Schuppen. Ohne geänderte Fellpflege einfach Öle und Saaten zu füttern macht keinen Sinn. Nur ganz, ganz wenige Teddys neigen trotz richtiger Fellpflege zu Schuppen und nur in diesen Fällen ist ölhaltige Fütterung vertretbar.
Zum Ende einer Streichel-Session immer das Fell von hinten nach vorne ausrichten.
Ich züchte seit 2007 US-Teddys und habe nie wegen Schuppenbildung das Futter geändert. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung führt zu einem tollen Fellglanz, das wöchentliche Bürsten ist unabdingbar. Wenn dann Schuppen auftreten, sind die meistens Milben oder Pilz geschuldet. Unbehandelt entstehen rasch kahle Stellen im Fell.
kahle Stellen im Fell können auf Pilz oder Milben deuten
So darf kein Bauch aussehen
Pilz, Milben und Haarlinge werden über Heu oder Streu in den Stall getragen. Vermehrtes Kratzen, Unruhe, Unwohlsein und am Ende kahle Stellen im Fell gehören zu den Symptomen. In jedem Fall ist der Tierarzt aufzusuchen, der eine eindeutige Diagnose stellt und die Behandlung veranlasst. Pilz und Milben lassen sich vom Laien nicht immer unterscheiden und sind schon mal gar nicht per Ferndiagnose im Internet zu identifizieren. Manchmal tritt auch beides gleichzeitig auf.
© honeyhausen © honeyhausen
Diese beiden Bilder hat mir © Claudia Pfohl freundlicherweise zur Verfügung gestellt.
Pilz und Milben können immer auftreten, müssen aber rechzeitig behandelt werden, damit es erst gar nicht so schlimm wird wie auf den Bildern.

Der Körper

Das ganze Meerschweinchen wird abgetastet, ob sich eventuell irgendwo am Körper Beulen gebildet haben. Dabei auch den Kopf und das Kinn nicht unbetastet lassen. Ein Abzess kann immer entstehen und wächst recht schnell. Die Geschlechtsorgane werden auf Sauberkeit geprüft.
Die Augen werden angeschaut. Sie sind klar, glänzend und das Weiße im Auge ist weiß. Die Nase ist sauber. Nicht verkrustet und nicht verschleimt. Die Innenseiten der Vorder pfoten werden kontrolliert. Bei Schnupfen wischen sich die Meerlis mit den Pfoten über die Nase. Die Verkrustungen sind an den Pfoten gut zu erkennen.
© honeyhausen
Achtung!  Wir stecken Meerschweinchen mit unseren Erkältungen an. Deshalb besteht Kontaktverbot bei Erkältung. Die Lippen sind sauber, nicht verkrustet und nicht verklebt. Dicke Krusten deuten auf Lippengrind hin, der oft durch falsche Fütterung entsteht. Die Ohrmuscheln werden mit dem Finger zart auf sandige oder fettige Ablagerungen geprüft. Leichte kreisförmige Bewegungen erfühlen das. Fühlt sich das nicht glatt an, dann mit etwas Baby- oder Olivenöl und einem weichen Tuch die Ohrmuschel säubern. Wattestäbchen haben nichts im Meerschweinchenohr zu suchen, der Gehörgang ist dem Tierarzt vorbehalten.

Die Zähne

Die Zähne sind oben und unten je gleichlang und von weißer Farbe. Sie wachsen ein Leben lang nach, weshalb über die Fütterung der Zahnabrieb gewährleistet sein muss. Trocken Brot ist dafür übrigens nicht geeignet. Wichtig ist, dass die Schnittflächen parallel und gerade zu einander stehen. Nutzen sich die Schneidezähne schräg ab, dann deutet das auf die Bildung von Brücken der Backenzähne hin. In dem Fall ist der schnelle Gang zum Tierarzt angesagt. In seltenen Fälle kann ein Zahn abrechen. Der Zahn wird im Normalfall wieder nachwachsen. Tierarztkontrolle und evtl. Korrektur während der Wachstumsphase sind unverzichtbar.

Die Krallen

Die Krallen wachsen - wie unsere Fingernägel - ein ganzes Leben lang. An weißen Krallen gut zu sehen besteht eine Kralle aus dem rosafarbenden Leben und dem weißen Horn. Das weiße Horn muss regelmäßig und richtig geschnitten werden. Der Unterschied ist bei schwarzen Krallen nicht so leicht zu erkennen, es gibt aber einen einfachen Trick beim Krallen schneiden. Man nimmt eine handelsübliche Krallenschere, die mit einer Hand gut zu führen ist.  Die Schere soll nicht zu lang sein, da wir mit ihr die Fußsohle verlängern und den Überstand abschneiden. Der Trick funktioniert auf jeden Fall, solange die Krallen gerade wachsen und das Leben eine „normale“ Länge hat. Mit dem Alter legen sich die Krallen oft auf die Seite (auch bei optimaler Pflege) und das Leben in der Kralle wird länger. Bis dahin hat man aber als geübter Halter soviel Erfahrung, dass das Krallen schneiden kein Problem mehr ist. Sollte man wirklich einmal zu tief schneiden, dann ist das einen kurzen Moment für das Tier schmerzhaft, muss aber nicht behandelt werden. Die Blutung stoppt von alleine und auch die Kralle wächst wieder.
© honeyhausen © honeyhausen © honeyhausen © honeyhausen
Die Krallenschere ist die Verlängerung der Fußsohle und der Überstand wird abgeschnitten. Automatisch hat man auch den richtigen Winkel, in dem die Krallen geschnitten werden. Auf dem linken Foto gut zu erkennen ist seitliches Horn, das sich nicht selten am Fuß bildet. Es bedarf keiner Behandlung und ist oft durchblutet.
Hier noch ein Video, dass das Thema TÜV beim Meerschweinchen super erklärt.
Warum erkläre ich nicht wie man beim Kastraten die Perinealtasche säubert? Weil „mein“ Tierarzt bei der Kastration offensichtlich einen Weg gefunden hat diese Tasche besonders klein zu halten. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich grundsätzlich alle Böcke frühkastrieren lasse. Jedenfalls ist der Zugang recht eng und es fängt sich nie Schmutz darin. Außer bei meinen Böcken brauche ich keine Perinealtasche reinigen. Ich achte bei der Abgabe aber darauf und sollte eine Tasche mal größer sein, dann zeige ich auch den neuen Gurkenschnipplern wie es geht. Übrigens zeige ich bei der Abholung der Tiere jedem Neu-Besitzer auch den TÜV live. So sieht gleich jeder, dass sein Tier gesund und munter ist. Ich würde niemals ein Tier abgeben, das Pilz oder Milben hat. Hier verlassen nur gesunde Tiere den Stall. Nichts desto trotz können gerade Pilz oder Milben gleich nach dem Umzug auftreten. Das hängt mit dem Stress zusammen, der das Immunsystem der Schweinchen runterfährt und dann können Krankheiten ausbrechen. Das liegt nicht in meiner Macht und hat absolut nichts damit zu tun, dass ich hier kranke Tiere verkaufen würde. Ich kenne viele meiner Tiere auch im hohen Alter. Einerseits, weil ich selber viele Rentner habe. Andererseits, weil ich Urlaubspflege anbiete oder aber immer wieder Nachrichten von den Adoptiveltern bekomme (und mich jedesmal riesig freue). Darüber hinaus empfehle ich immer wieder aus Überzeugung Dr. Christian Koch als Tierarzt und bekomme auch hier Feedback (natürlich unter strengem Datenschutz anonymisiert).  Auf Basis dieser Quellen kann ich sagen, dass es keine gehäuft auftretenden Erkrankungen gibt, die genetisch bedingt sein könnten (Herzfehler, Zahnschweinchen, Kurzlebigkeit, etc.). Aus heutiger Sicht mit den heutigen Kenntnissen kann ich daher mein Zuchtziel No. 1 als erfüllt ansehen: ich züchte gesunde Tiere. Ich bin sehr dankbar für alle Rückmeldungen, wenn Tiere aus meiner Zucht bei den neuen Besitzern erkranken. Nur so kann ich beurteilen, ob eventuelle Krankheiten in bestimmten Linien gehäuft auftreten und gegensteuern. Ich wünsche mir nichts mehr, als das meine Tiere alt werden und ein gesundes Leben führen - soweit ich das züchterisch überhaupt beeinflussen kann. 
© of-honey.de - Kopie und Verbreitung nur mit ausdrücklicher Genehmigung
Twitter in Kürze ...
Twitter in Kürze ...
Twitter in Kürze ...