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Vergesellschaftung von Meerschweinchen

Es gibt verschiedene Gründe für Vergesellschaftungen: bei zwei Tieren ist eines verstorben und es muss ein neuer Partner her es werden zwei Tiere aus unterschiedlichen Zuchten angeschafft eine vorhandene Gruppe wird erweitert Ein Umzug und eine Vergesellschaftung bedeuten grundsätzlich Stress für die Tiere, sind aber logischerweise in manchen Fällen sinnvoll. Nicht sinvoll finde ich die Idee, sich zwei Tiere aus unterschiedlichen Zuchten zu holen. Bei Neuanschaffung ist es für die Tiere einfacher, wenn sie bereits vorher zusammen gelebt haben bzw. aus dem selben „Millieu“ kommen.  Millieu bedeutet in diesem Fall die Zusammensetzung der Keime, die es grundsätzlich immer in unserer Umgebung gibt, auch in einem Meerschweinchenstall. Das Immunsystem ist an dieses Umfeld gewöhnt und muss keine Sonderschichten schieben, um mit neuen Keimen zurecht zu kommen.  Das Optimum ist deshalb ein Stall als Herkunft (aber kein zwindendes Muss). Grundsätzlich empfehle ich auch hier die Kombination Mädel & Kastrat zu bilden. Einzige Ausnahme ist ein älterer Bock, zu dem kommt natürlich  kein Mädel. Damit aber die Endloskette der Bockhaltung unterbrochen wird (es ist immer schwierig für einen alten Bock passende Partner zu finden), wäre hier ein Kastrat die erste Wahl - und zwar ein Frühkastrat. Ein Frühkastrat ordnet sich meistens problemlos unter und ist eines Tages der  Bock verstorben, dann kann man dem Frühkastraten ein Mädel als Partnerin geben. Ob dieser Frühkastrat nun 4 Wochen, Monate oder Jahre alt ist hängt ganz von dem Bock ab, der zu vergesellschaften ist. Hier in Honeyhausen werden endlose Fragen zu der bisherigen Konstellation gestellt, um den Charakter des Tieres zu erforschen. Anhand der Geschichten wähle ich einen Frühkastraten aus, der meiner Meinung passen könnte. Das hat bislang immer funktioniert. In all den Jahren musste nur zweimal ein Tausch vorgenommen werden. Eine gleiche Altersstufe ist nicht zwingend notwendig. Oft werden Partner in genau dem gleichen Alter gesucht. Dabei gehen die Besitzer davon aus, dass die Tiere immer gleichalt werden und dementsprechend im gleichen Jahr den Weg über die Regenbogenbrücke einschlagen. Das ist eher ein Ausnahme und nicht die Regel.  Die Frage ist doch wie fit ist das Meerschweinchen noch. Ist es noch aktiv und neugierig? Ist es schon ruhig, verschläft fast den ganzen Tag und wird bei der Fütterung nicht jedes Mal von alleine wach? Nach diesen Kriterien ist der neue Lebensgefährte zu wählen. Auf keinen Fall darf ein Schweinchen alleine bleiben, das ist Tierquälerei!  Siehe dazu auch mein Thema „Leihmeerschweinchen“. Die Vergesellschaftung an sich verläuft immer nach dem gleichen Prozedere (bei zwei Tieren). Wir schaffen ein neutrales Terrain (Bad oder Flur bieten sich dafür immer an) mit rutschfestem Boden, zwei Unterschlupfmöglichkeiten und Futter an verschiedenen Stellen.  Beide Tiere werden gleichzeitig in die Fläche gesetzt. Nun heißt es abwarten. Im Idealfall beschnuppern sich die zwei ganz kurz, fressen gemeinsam und die Nummer ist durch. Oft ist es aber nicht so einfach. Meerschweinchen sind Rudeltiere mit fester Rangordnung, die im Fall einer Vergesellschaftung erst festgelegt werden muss. Zu diesem Rangordnungskampf gehören besteigen, jagen, Zähne klappern, brommseln, drohen, schreiendes quieken. Kurzum: es ist ordentlich Action. Action, die uns Menschen Angst macht und die uns immer wieder dazu bringt die Tiere zu trennen. Wir haben Angst, dass die Tiere sich verletzen. Ja, die Tiere sind dazu in der Lage. Meerschweinchen sind nicht immer nett zueinander und ihre Fäuste sind die Zähne. Je dominanter die Zwei sind und je unnachgiebiger, desto härter und länger wird die Regelung der Rangordnung dauern. Sollte wirklich Blut fließen (z.B. durch den Biß in ein Ohr), dann ist tatsächlich auch meistens die Rangordnung geklärt. Die Tiere jetzt zu trennen und später wieder zusammen zu setzen würde das ganze Prozedere von vorne starten. Der ganze Kampf ginge von vorne los. Deshalb gilt: die Tiere nur trennen, wenn sie ein in sich verbissenes Knäuel bilden und gemeinsam durch den Käfig rollen. Aber nie mit der Hand in das Knäul fassen, sonst haben wir selber Verletzungen! Eine Zeitung oder Müllschippe trennt die Tiere. Ist der Kampf so bitter, dann sind die Chancen auf eine Vergesellschaftung eher aussichtslos. Im Normalfall wird es aber nicht so schlimm. Kleine Zankereien können ein paar Tage anhalten. Nur wenige Paare liegen tatsächlich kuschelnderweise zusammen. Es ist völlig normal, wenn sich jedes Tier einen eigenen Kuschelplatz aussucht.
Hertha und Ilona sind im Grunde harmonisch miteinander. Beim gemeinsamen Fotoshooting bricht der Zickenkrieg aus. Die Drohgebärde ist eindeutig. Es kam aber zu keiner Beißerei. Kurz darauf beschwichtigten sich beide.
Gut sozialisierte Tiere werden sich schnell einig, ohne dass eine große Beißerei ausbricht. Meine Tiere sind es auch gewohnt, dass die Gruppenpartner wechseln können. Sie werden in kleinen Gruppenverbänden geboren. Ein führender Kastrat und Erzieher und andere Mütter und/oder Tanten. Im Alter von 3-4 Wochen, je nach Wurfgröße, wechseln sie mit Mama in die große Truppe im Bodengehege. Sind sehr viele Jungs geboren, dann kann es schon mal eine reine Männertruppe mit einem alten Bock/Kastraten und mehreren Frühkastraten geben. Früher oder später ziehen aber auch diese Frühkastraten in gemischte Gruppen. Meine Böcke haben ohnehin ihren Frühkastraten als festen Lebenspartner. Jedenfalls sind die Zwerge alle gut erzogen und durch Meerschweinchen geprägt. Ein Partnerwechsel ist nichts Aufregendes für sie. Deshalb verlaufen weit über 90% der Vergesellschaftungen völlig reibungslos. Aber zurück zu unserer Vergesellschaftung. Die Tiere sitzen noch an dem neutralen Ort. In dieser Zeit wird der Käfig/Eigenbau frisch gemistet. Das Stammtier soll möglichst nicht sein Revier verteidigen. Auch hier wird Futter an verschiedenen Stellen verteilt. Es versteht sich von selbst, dass mindestens zwei Unterschlupfmöglichkeiten vorhanden sind, die mindestens 2 Ausgänge haben. Die Einrichtung muss so gestaltet sein, dass keine toten Ecken entstehen, aus denen die Tiere nicht flüchten können. Ist die Situation in der neutralen Ecke einigermaßen entspannt, dann kommen bei zum gleichen Zeitpunkt in das eigentliche Gehege. Je nach Revierverhalten kann es hier noch einmal Dominanzgehabe geben. Auch das ist normal. Je größer das Gehege ist, je mehr Platz für die Tiere zur Verfügung steht - desto weniger braucht man diesen neutralen Ort. Bei der Vergesellschaftung mit einer größeren Gruppe macht der neutrale Ort keinen Sinn. In jedem Fall sollte man aber die Tiere (oder das Tier) aus dem Gehege nehmen, misten und alle Tiere gleichzeitig in das frisch eingestreute Heim setzen. Immer Futter an mehrere Stellen verteilen. Bei der Vergesellschaftung von zwei männlichen Tieren ist der neutrale Ort unverzichtbar und die beiden brauchen auf jeden Fall mehr Platz zum Leben als ein Mädel und ein Kastrat. Eines gilt hier in Honeyhausen immer: ich bin bei Fragen der Vergesellschaftung mit meinen Tieren rund um die Uhr zu erreichen und stehe auf Wunsch auch vor Ort zur Verfügung. Vergesellschaftung von zwei Männchen begleite ich auf Wunsch live. Am Ende geht es um  ein glückliches Meerschweinchenleben und vieles sieht schlimmer aus als es in Wahrheit ist. An dieser Stelle noch eine andere Sichtweise. Manch ein Halter sagt, dass er die Tiere ungern aus meinen tollen Ställen in eine einsame Zweierhaltung holen würde. So eine große Gruppe sei doch viel schöner. Dem kann ich nur zum Teil zustimmen. Natürlich ist eine harmonische Gruppe das ideale Meerschweinchenleben. Nichts desto trotz ist Gruppenleben Stress für die Tiere. Mit ein Grund, warum Tiere früher viel älter wurden. Einzelhaltung ist nun mal stressfreier. Bei einer Gruppe mit 20 Tieren haben jene am Ende der Rangordnungskette eben kein nur tolles Leben. Es gibt sie nämlich auch bei den Meerschweinchen: die Außenseiter, die ängstlich sind, die keiner so richtig mag, die gehänselt und gemobbt werden. Selberstverständlich ist genug Platz, dass auch diese Tiere sich frei bewegen können und ihr Futter haben. Aber sie sind in Harmonie mit einem zweiten Schweinchen um einiges glücklicher als in der großen Gruppe. Oft sind sie auch sehr menschenverbunden und genießen die nur haltgeteilte Aufmerksamkeit der Zweibeiner. Aus meiner Sicht ist es einfach nur wichtig, dass man den Charakter seiner Tiere erkennt und die richtige Haltungsform wählt. Ich wähle mit Bedacht die Schweine aus, die zur Abgabe stehen. Nicht jedes Tier ist für jeden Menschen geeignet.
Dieses Video ist absolut sehenswert und verrät viel über das Sozialverhalten
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Vergesellschaftung von Meerschweinchen

Es gibt verschiedene Gründe für Vergesellschaftungen: bei zwei Tieren ist eines verstorben und es muss ein neuer Partner her es werden zwei Tiere aus unterschiedlichen Zuchten angeschafft eine vorhandene Gruppe wird erweitert Ein Umzug und eine Vergesellschaftung bedeuten grundsätzlich Stress für die Tiere, sind aber logischerweise in manchen Fällen sinnvoll. Nicht sinvoll finde ich die Idee, sich zwei Tiere aus unterschiedlichen Zuchten zu holen. Bei Neuanschaffung ist es für die Tiere einfacher, wenn sie bereits vorher zusammen gelebt haben bzw. aus dem selben „Millieu“ kommen.  Millieu bedeutet in diesem Fall die Zusammensetzung der Keime, die es grundsätzlich immer in unserer Umgebung gibt, auch in einem Meerschweinchenstall. Das Immunsystem ist an dieses Umfeld gewöhnt und muss keine Sonderschichten schieben, um mit neuen Keimen zurecht zu kommen.  Das Optimum ist deshalb ein Stall als Herkunft (aber kein zwindendes Muss). Grundsätzlich empfehle ich auch hier die Kombination Mädel & Kastrat zu bilden. Einzige Ausnahme ist ein älterer Bock, zu dem kommt natürlich  kein Mädel. Damit aber die Endloskette der Bockhaltung unterbrochen wird (es ist immer schwierig für einen alten Bock passende Partner zu finden), wäre hier ein Kastrat die erste Wahl - und zwar ein Frühkastrat. Ein Frühkastrat ordnet sich meistens problemlos unter und ist eines Tages der  Bock verstorben, dann kann man dem Frühkastraten ein Mädel als Partnerin geben. Ob dieser Frühkastrat nun 4 Wochen, Monate oder Jahre alt ist hängt ganz von dem Bock ab, der zu vergesellschaften ist. Hier in Honeyhausen werden endlose Fragen zu der bisherigen Konstellation gestellt, um den Charakter des Tieres zu erforschen. Anhand der Geschichten wähle ich einen Frühkastraten aus, der meiner Meinung passen könnte. Das hat bislang immer funktioniert. In all den Jahren musste nur zweimal ein Tausch vorgenommen werden. Eine gleiche Altersstufe ist nicht zwingend notwendig. Oft werden Partner in genau dem gleichen Alter gesucht. Dabei gehen die Besitzer davon aus, dass die Tiere immer gleichalt werden und dementsprechend im gleichen Jahr den Weg über die Regenbogenbrücke einschlagen. Das ist eher ein Ausnahme und nicht die Regel.  Die Frage ist doch wie fit ist das Meerschweinchen noch. Ist es noch aktiv und neugierig? Ist es schon ruhig, verschläft fast den ganzen Tag und wird bei der Fütterung nicht jedes Mal von alleine wach? Nach diesen Kriterien ist der neue Lebensgefährte zu wählen. Auf keinen Fall darf ein Schweinchen alleine bleiben, das ist Tierquälerei!  Siehe dazu auch mein Thema „Leihmeerschweinchen“. Die Vergesellschaftung an sich verläuft immer nach dem gleichen Prozedere (bei zwei Tieren). Wir schaffen ein neutrales Terrain (Bad oder Flur bieten sich dafür immer an) mit rutschfestem Boden, zwei Unterschlupfmöglichkeiten und Futter an verschiedenen Stellen.  Beide Tiere werden gleichzeitig in die Fläche gesetzt. Nun heißt es abwarten. Im Idealfall beschnuppern sich die zwei ganz kurz, fressen gemeinsam und die Nummer ist durch. Oft ist es aber nicht so einfach. Meerschweinchen sind Rudeltiere mit fester Rangordnung, die im Fall einer Vergesellschaftung erst festgelegt werden muss. Zu diesem Rangordnungskampf gehören besteigen, jagen, Zähne klappern, brommseln, drohen, schreiendes quieken. Kurzum: es ist ordentlich Action. Action, die uns Menschen Angst macht und die uns immer wieder dazu bringt die Tiere zu trennen. Wir haben Angst, dass die Tiere sich verletzen. Ja, die Tiere sind dazu in der Lage. Meerschweinchen sind nicht immer nett zueinander und ihre Fäuste sind die Zähne. Je dominanter die Zwei sind und je unnachgiebiger, desto härter und länger wird die Regelung der Rangordnung dauern. Sollte wirklich Blut fließen (z.B. durch den Biß in ein Ohr), dann ist tatsächlich auch meistens die Rangordnung geklärt. Die Tiere jetzt zu trennen und später wieder zusammen zu setzen würde das ganze Prozedere von vorne starten. Der ganze Kampf ginge von vorne los. Deshalb gilt: die Tiere nur trennen, wenn sie ein in sich verbissenes Knäuel bilden und gemeinsam durch den Käfig rollen. Aber nie mit der Hand in das Knäul fassen, sonst haben wir selber Verletzungen! Eine Zeitung oder Müllschippe trennt die Tiere. Ist der Kampf so bitter, dann sind die Chancen auf eine Vergesellschaftung eher aussichtslos. Im Normalfall wird es aber nicht so schlimm. Kleine Zankereien können ein paar Tage anhalten. Nur wenige Paare liegen tatsächlich kuschelnderweise zusammen. Es ist völlig normal, wenn sich jedes Tier einen eigenen Kuschelplatz aussucht.
Hertha und Ilona sind im Grunde harmonisch miteinander. Beim gemeinsamen Fotoshooting bricht der Zickenkrieg aus. Die Drohgebärde ist eindeutig. Es kam aber zu keiner Beißerei. Kurz darauf beschwichtigten sich beide.
Gut sozialisierte Tiere werden sich schnell einig, ohne dass eine große Beißerei ausbricht. Meine Tiere sind es auch gewohnt, dass die Gruppenpartner wechseln können. Sie werden in kleinen Gruppenverbänden geboren. Ein führender Kastrat und Erzieher und andere Mütter und/oder Tanten. Im Alter von 3-4 Wochen, je nach Wurfgröße, wechseln sie mit Mama in die große Truppe im Bodengehege. Sind sehr viele Jungs geboren, dann kann es schon mal eine reine Männertruppe mit einem alten Bock/Kastraten und mehreren Frühkastraten geben. Früher oder später ziehen aber auch diese Frühkastraten in gemischte Gruppen. Meine Böcke haben ohnehin ihren Frühkastraten als festen Lebenspartner. Jedenfalls sind die Zwerge alle gut erzogen und durch Meerschweinchen geprägt. Ein Partnerwechsel ist nichts Aufregendes für sie. Deshalb verlaufen weit über 90% der Vergesellschaftungen völlig reibungslos. Aber zurück zu unserer Vergesellschaftung. Die Tiere sitzen noch an dem neutralen Ort. In dieser Zeit wird der Käfig/Eigenbau frisch gemistet. Das Stammtier soll möglichst nicht sein Revier verteidigen. Auch hier wird Futter an verschiedenen Stellen verteilt. Es versteht sich von selbst, dass mindestens zwei Unterschlupfmöglichkeiten vorhanden sind, die mindestens 2 Ausgänge haben. Die Einrichtung muss so gestaltet sein, dass keine toten Ecken entstehen, aus denen die Tiere nicht flüchten können. Ist die Situation in der neutralen Ecke einigermaßen entspannt, dann kommen bei zum gleichen Zeitpunkt in das eigentliche Gehege. Je nach Revierverhalten kann es hier noch einmal Dominanzgehabe geben. Auch das ist normal. Je größer das Gehege ist, je mehr Platz für die Tiere zur Verfügung steht - desto weniger braucht man diesen neutralen Ort. Bei der Vergesellschaftung mit einer größeren Gruppe macht der neutrale Ort keinen Sinn. In jedem Fall sollte man aber die Tiere (oder das Tier) aus dem Gehege nehmen, misten und alle Tiere gleichzeitig in das frisch eingestreute Heim setzen. Immer Futter an mehrere Stellen verteilen. Bei der Vergesellschaftung von zwei männlichen Tieren ist der neutrale Ort unverzichtbar und die beiden brauchen auf jeden Fall mehr Platz zum Leben als ein Mädel und ein Kastrat. Eines gilt hier in Honeyhausen immer: ich bin bei Fragen der Vergesellschaftung mit meinen Tieren rund um die Uhr zu erreichen und stehe auf Wunsch auch vor Ort zur Verfügung. Vergesellschaftung von zwei Männchen begleite ich auf Wunsch live. Am Ende geht es um  ein glückliches Meerschweinchenleben und vieles sieht schlimmer aus als es in Wahrheit ist. An dieser Stelle noch eine andere Sichtweise. Manch ein Halter sagt, dass er die Tiere ungern aus meinen tollen Ställen in eine einsame Zweierhaltung holen würde. So eine große Gruppe sei doch viel schöner. Dem kann ich nur zum Teil zustimmen. Natürlich ist eine harmonische Gruppe das ideale Meerschweinchenleben. Nichts desto trotz ist Gruppenleben Stress für die Tiere. Mit ein Grund, warum Tiere früher viel älter wurden. Einzelhaltung ist nun mal stressfreier. Bei einer Gruppe mit 20 Tieren haben jene am Ende der Rangordnungskette eben kein nur tolles Leben. Es gibt sie nämlich auch bei den Meerschweinchen: die Außenseiter, die ängstlich sind, die keiner so richtig mag, die gehänselt und gemobbt werden. Selberstverständlich ist genug Platz, dass auch diese Tiere sich frei bewegen können und ihr Futter haben. Aber sie sind in Harmonie mit einem zweiten Schweinchen um einiges glücklicher als in der großen Gruppe. Oft sind sie auch sehr menschenverbunden und genießen die nur haltgeteilte Aufmerksamkeit der Zweibeiner. Aus meiner Sicht ist es einfach nur wichtig, dass man den Charakter seiner Tiere erkennt und die richtige Haltungsform wählt. Ich wähle mit Bedacht die Schweine aus, die zur Abgabe stehen. Nicht jedes Tier ist für jeden Menschen geeignet.
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Es gibt verschiedene Gründe für Vergesellschaftungen: bei zwei Tieren ist eines verstorben und es muss ein neuer Partner her es werden zwei Tiere aus unterschiedlichen Zuchten angeschafft eine vorhandene Gruppe wird erweitert Ein Umzug und eine Vergesellschaftung bedeuten grundsätzlich Stress für die Tiere, sind aber logischerweise in manchen Fällen sinnvoll. Nicht sinvoll finde ich die Idee, sich zwei Tiere aus unterschiedlichen Zuchten zu holen. Bei Neuanschaffung ist es für die Tiere einfacher, wenn sie bereits vorher zusammen gelebt haben bzw. aus dem selben „Millieu“ kommen.  Millieu bedeutet in diesem Fall die Zusammensetzung der Keime, die es grundsätzlich immer in unserer Umgebung gibt, auch in einem Meerschweinchenstall. Das Immunsystem ist an dieses Umfeld gewöhnt und muss keine Sonderschichten schieben, um mit neuen Keimen zurecht zu kommen.  Das Optimum ist deshalb ein Stall als Herkunft (aber kein zwindendes Muss). Grundsätzlich empfehle ich auch hier die Kombination Mädel & Kastrat zu bilden. Einzige Ausnahme ist ein älterer Bock, zu dem kommt natürlich  kein Mädel. Damit aber die Endloskette der Bockhaltung unterbrochen wird (es ist immer schwierig für einen alten Bock passende Partner zu finden), wäre hier ein Kastrat die erste Wahl - und zwar ein Frühkastrat. Ein Frühkastrat ordnet sich meistens problemlos unter und ist eines Tages der  Bock verstorben, dann kann man dem Frühkastraten ein Mädel als Partnerin geben. Ob dieser Frühkastrat nun 4 Wochen, Monate oder Jahre alt ist hängt ganz von dem Bock ab, der zu vergesellschaften ist. Hier in Honeyhausen werden endlose Fragen zu der bisherigen Konstellation gestellt, um den Charakter des Tieres zu erforschen. Anhand der Geschichten wähle ich einen Frühkastraten aus, der meiner Meinung passen könnte. Das hat bislang immer funktioniert. In all den Jahren musste nur zweimal ein Tausch vorgenommen werden. Eine gleiche Altersstufe ist nicht zwingend notwendig. Oft werden Partner in genau dem gleichen Alter gesucht. Dabei gehen die Besitzer davon aus, dass die Tiere immer gleichalt werden und dementsprechend im gleichen Jahr den Weg über die Regenbogenbrücke einschlagen. Das ist eher ein Ausnahme und nicht die Regel.  Die Frage ist doch wie fit ist das Meerschweinchen noch. Ist es noch aktiv und neugierig? Ist es schon ruhig, verschläft fast den ganzen Tag und wird bei der Fütterung nicht jedes Mal von alleine wach? Nach diesen Kriterien ist der neue Lebensgefährte zu wählen. Auf keinen Fall darf ein Schweinchen alleine bleiben, das ist Tierquälerei!  Siehe dazu auch mein Thema „Leihmeerschweinchen“. Die Vergesellschaftung an sich verläuft immer nach dem gleichen Prozedere (bei zwei Tieren). Wir schaffen ein neutrales Terrain (Bad oder Flur bieten sich dafür immer an) mit rutschfestem Boden, zwei Unterschlupfmöglichkeiten und Futter an verschiedenen Stellen.  Beide Tiere werden gleichzeitig in die Fläche gesetzt. Nun heißt es abwarten. Im Idealfall beschnuppern sich die zwei ganz kurz, fressen gemeinsam und die Nummer ist durch. Oft ist es aber nicht so einfach. Meerschweinchen sind Rudeltiere mit fester Rangordnung, die im Fall einer Vergesellschaftung erst festgelegt werden muss. Zu diesem Rangordnungskampf gehören besteigen, jagen, Zähne klappern, brommseln, drohen, schreiendes quieken. Kurzum: es ist ordentlich Action. Action, die uns Menschen Angst macht und die uns immer wieder dazu bringt die Tiere zu trennen. Wir haben Angst, dass die Tiere sich verletzen. Ja, die Tiere sind dazu in der Lage. Meerschweinchen sind nicht immer nett zueinander und ihre Fäuste sind die Zähne. Je dominanter die Zwei sind und je unnachgiebiger, desto härter und länger wird die Regelung der Rangordnung dauern. Sollte wirklich Blut fließen (z.B. durch den Biß in ein Ohr), dann ist tatsächlich auch meistens die Rangordnung geklärt. Die Tiere jetzt zu trennen und später wieder zusammen zu setzen würde das ganze Prozedere von vorne starten. Der ganze Kampf ginge von vorne los. Deshalb gilt: die Tiere nur trennen, wenn sie ein in sich verbissenes Knäuel bilden und gemeinsam durch den Käfig rollen. Aber nie mit der Hand in das Knäul fassen, sonst haben wir selber Verletzungen! Eine Zeitung oder Müllschippe trennt die Tiere. Ist der Kampf so bitter, dann sind die Chancen auf eine Vergesellschaftung eher aussichtslos. Im Normalfall wird es aber nicht so schlimm. Kleine Zankereien können ein paar Tage anhalten. Nur wenige Paare liegen tatsächlich kuschelnderweise zusammen. Es ist völlig normal, wenn sich jedes Tier einen eigenen Kuschelplatz aussucht.
Hertha und Ilona sind im Grunde harmonisch miteinander. Beim gemeinsamen Fotoshooting bricht der Zickenkrieg aus. Die Drohgebärde ist eindeutig. Es kam aber zu keiner Beißerei. Kurz darauf beschwichtigten sich beide.
Gut sozialisierte Tiere werden sich schnell einig, ohne dass eine große Beißerei ausbricht. Meine Tiere sind es auch gewohnt, dass die Gruppenpartner wechseln können. Sie werden in kleinen Gruppenverbänden geboren. Ein führender Kastrat und Erzieher und andere Mütter und/oder Tanten. Im Alter von 3-4 Wochen, je nach Wurfgröße, wechseln sie mit Mama in die große Truppe im Bodengehege. Sind sehr viele Jungs geboren, dann kann es schon mal eine reine Männertruppe mit einem alten Bock/Kastraten und mehreren Frühkastraten geben. Früher oder später ziehen aber auch diese Frühkastraten in gemischte Gruppen. Meine Böcke haben ohnehin ihren Frühkastraten als festen Lebenspartner. Jedenfalls sind die Zwerge alle gut erzogen und durch Meerschweinchen geprägt. Ein Partnerwechsel ist nichts Aufregendes für sie. Deshalb verlaufen weit über 90% der Vergesellschaftungen völlig reibungslos. Aber zurück zu unserer Vergesellschaftung. Die Tiere sitzen noch an dem neutralen Ort. In dieser Zeit wird der Käfig/Eigenbau frisch gemistet. Das Stammtier soll möglichst nicht sein Revier verteidigen. Auch hier wird Futter an verschiedenen Stellen verteilt. Es versteht sich von selbst, dass mindestens zwei Unterschlupfmöglichkeiten vorhanden sind, die mindestens 2 Ausgänge haben. Die Einrichtung muss so gestaltet sein, dass keine toten Ecken entstehen, aus denen die Tiere nicht flüchten können. Ist die Situation in der neutralen Ecke einigermaßen entspannt, dann kommen bei zum gleichen Zeitpunkt in das eigentliche Gehege. Je nach Revierverhalten kann es hier noch einmal Dominanzgehabe geben. Auch das ist normal. Je größer das Gehege ist, je mehr Platz für die Tiere zur Verfügung steht - desto weniger braucht man diesen neutralen Ort. Bei der Vergesellschaftung mit einer größeren Gruppe macht der neutrale Ort keinen Sinn. In jedem Fall sollte man aber die Tiere (oder das Tier) aus dem Gehege nehmen, misten und alle Tiere gleichzeitig in das frisch eingestreute Heim setzen. Immer Futter an mehrere Stellen verteilen. Bei der Vergesellschaftung von zwei männlichen Tieren ist der neutrale Ort unverzichtbar und die beiden brauchen auf jeden Fall mehr Platz zum Leben als ein Mädel und ein Kastrat. Eines gilt hier in Honeyhausen immer: ich bin bei Fragen der Vergesellschaftung mit meinen Tieren rund um die Uhr zu erreichen und stehe auf Wunsch auch vor Ort zur Verfügung. Vergesellschaftung von zwei Männchen begleite ich auf Wunsch live. Am Ende geht es um  ein glückliches Meerschweinchenleben und vieles sieht schlimmer aus als es in Wahrheit ist. An dieser Stelle noch eine andere Sichtweise. Manch ein Halter sagt, dass er die Tiere ungern aus meinen tollen Ställen in eine einsame Zweierhaltung holen würde. So eine große Gruppe sei doch viel schöner. Dem kann ich nur zum Teil zustimmen. Natürlich ist eine harmonische Gruppe das ideale Meerschweinchenleben. Nichts desto trotz ist Gruppenleben Stress für die Tiere. Mit ein Grund, warum Tiere früher viel älter wurden. Einzelhaltung ist nun mal stressfreier. Bei einer Gruppe mit 20 Tieren haben jene am Ende der Rangordnungskette eben kein nur tolles Leben. Es gibt sie nämlich auch bei den Meerschweinchen: die Außenseiter, die ängstlich sind, die keiner so richtig mag, die gehänselt und gemobbt werden. Selberstverständlich ist genug Platz, dass auch diese Tiere sich frei bewegen können und ihr Futter haben. Aber sie sind in Harmonie mit einem zweiten Schweinchen um einiges glücklicher als in der großen Gruppe. Oft sind sie auch sehr menschenverbunden und genießen die nur haltgeteilte Aufmerksamkeit der Zweibeiner. Aus meiner Sicht ist es einfach nur wichtig, dass man den Charakter seiner Tiere erkennt und die richtige Haltungsform wählt. Ich wähle mit Bedacht die Schweine aus, die zur Abgabe stehen. Nicht jedes Tier ist für jeden Menschen geeignet.
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